Startschuss für die Korvette “Köln”

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V.l.n.r.: Vizeadmiral Andreas Krause, Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen und der Geschäftsführende Gesellschafter Friedrich Lürßen begutachten bei einem kleinen Festakt das Schiffsmodell der neuen Korvette. (Foto: Bundeswehr, Kim Brakensiek)

Anfang Februar haben die Bundeswehr und die Lürssen Werft in Lemwerder bei Bremen offiziell den Bau der ersten von fünf neuen Korvetten der Klasse 130 für die deutschen Seestreitkräfte begonnen. “Ich freue mich, dass mit dem heutigen Tag die “Trendwende Material” bei der Marine angekommen ist”, sagte der Inspekteur Marine, Vizeadmiral Andreas Krause.

Die Korvette “Köln” wird die erste der fünf neuen Schwesterschiffe der “Braunschweig”-Klasse. Fünf Kriegsschiffe vom Typ K 130 gibt es bereits, noch einmal so viele werden hinzukommen. Diese Ergänzungsbeschaffung eines bereits in Dienst gestellten Schiffstyps, was ausschreibungsrechtlich relevant ist, soll bis voraussichtlich 2026 abgeschlossen sein.

Als nächste Meilensteine sind die Kiellegung im April dieses Jahres, die Fertigstellung von Vor- und Hinterschiff in einem Jahr sowie die erste Werftprobefahrt im August 2022 geplant. Die Bundeswehr rechnet mit einer Auslieferung der “Köln” an die Marine im November des gleichen Jahres.
“Nach nur elf Monaten stand der Vertrag inklusive der sogenannten 25-Millionen-Vorlage für unser Parlament, lobte Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen. Im September 2017 hatte das BAAINBw den Auftrag an eine Arbeitsgemeinschaft aus der Lürssen Werft, der ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und der German Naval Yards vergeben.

Dr. von der Leyen wies auf die erleichternden Umstände des Projekts hin: “Es ist uns zugutegekommen, dass sich die Korvetten der “Braunschweig”-Klasse schon enorm bewährt haben. Die Truppe ist hochzufrieden”, so die Ministerin. “Das Zweite, was geholfen hat, ist, dass wir auf eine bestehende Arbeitsgemeinschaft mit einer eingespielten Werftkooperation zurückgreifen konnten.”

In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass die drei beteiligten Werftunternehmen auf ein gemeinsames 3D-Modell der neuen Schiffe zurückgreifen können, das Lürssen schon für die ersten fünf Korvetten entwickelt hatte. In Echtzeit können die drei Produktionsstandorte Lemwerder (Niedersachsen), Kiel (Schleswig-Holstein) und Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) darauf zugreifen und so passgenau ganze Sektionen, Vor- beziehungsweise Hinterschiffe, für die Endmontage in Hamburg liefern.

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