Herausforderungen für die NATO

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Hielt die Keynote auf der gestrigen DWT-Veranstaltung "How to do Business with NATO?": Admiral Manfred Nielson. (Foto: BS/Portugall)

“Unsere Gegner können und wollen die NATO herausfordern.” Das sagte gestern der deutsche Admiral Manfred Nielson, Stellvertretender Alliierter Oberkommandierender Transformation des Nordatlantischen Bündnisses, auf einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) in Bonn. Besondere Bedrohungen gingen dabei von “aufkommenden disruptiven Technologien” aus. Zu diesen Technologien zählte er autonome Systeme, Künstliche Intelligenz (KI) und Quanten-Computing.

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, “sind wir auf Zusammenarbeit mit der Industrie angewiesen” – hin zu einer engen Vernetzung. Aber: “Militär und Industrie müssen schneller und flexibler werden”, so Admiral Nielson. “Ich setzte dabei auch auf die Unternehmen des Mittelstandes.” Während neue Technologien in den Vereinigten Staaten erst einmal als Chancen gesehen würden, betrachte man diese hierzulande eher als Risiken. Er ist für diese Einschätzung gut positioniert, da sich sein Hauptquartier in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia befindet.

Gerade bei der Logistik gelte: “Es geht nicht mehr ohne die zivile Seite”, so der deutsch Flaggoffizier. Krisengebiete seien dabei kein Hinderungsgrund. So hätten zum Beispiel Transportflugzeuge des US-Kurier- und Logistikunternehmens FedEx während des Irakkrieges mit der gleichen Sicherheitsausstattung wie Maschinen der US-Luftwaffe Falludscha, d.h. das Herz des sunnitischen Aufstandes, angeflogen.

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