Rechtsstaat darf nicht weichen

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Unter anderem im Berliner Bezirk Neukölln, und dort etwa im Bereich der Karl-Marx-Straße (Foto), sind zahlreiche Mitglieder von Clan-Familien aktiv. (Foto: Vesna Middelkoop, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Im Kampf gegen Clan-Kriminelle und politische Extremisten kommt es entscheidend auf eine wehrhafte Demokratie und einen durchsetzungsstarken Rechtsstaat an. Anders könne es nicht gelingen, die Parallelwelt, in der die Mitglieder der kriminellen Großfamilien lebten, aufzubrechen. Davon zeigte sich der Clan-Experte Olaf Sundermeyer überzeugt.

Außerdem machte er deutlich: “Ohne die Angst der Mehrheitsgesellschaft wären die Clans nicht so stark geworden wie sie jetzt sind.” Insgesamt hält Sundermeyer die Großfamilien für “eine Gefahr für den sozialen Frieden”. Aus diesem Grunde müsse die Problematik der Clan-Kriminalität durch die Politik deutlich benannt und Ross und Reiter genannt werden. Es könne nicht angehen, dass es teilweise Vorbehalte gebe, entsprechende Lagebilder zu erstellen. Zudem müsse man sich eingestehen, dass es Menschen gebe, die sich nicht integrieren wollen.

Problematisch sei, dass die Clan-Mitglieder kein Teil der deutschen Gesellschaft, sondern nur ihres eigenen Kreises, sein wollten. Auch interessierten sie sich nicht für die hiesigen Gesetze, sondern nur für die Familienehre, so Sundermeyer. Deshalb kooperierten sie auch so gut wie nie mit Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

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