Nicht reden, sondern aktiv gestalten

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Bei einem so bedeutsamen Projekt wie der Digitalisierung ist zwar der Gedankenaustausch wichtig, doch irgendwann müssen die Ideen auch umgesetzt werden. Auf dem Netzwerk Digitaler Staat wird die Verwaltungsmodernisierung praxisbezogen und mit neuen Formaten durchdacht, so dass der Behörde 4.0 nichts mehr im Wege steht. (Foto: Free-Photos, CC0, https://pixabay.com/)

Die Umwälzungen der Digitalisierung verändern den Alltag in der öffentlichen Verwaltung auf maßgebliche Art und Weise. Im Rahmen des Kongresses Digitaler Staat werden am 2. und 3. April im Berliner Premierenkino Kosmos wieder die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation unter die Lupe genommen und eine Vielzahl neuer Ideen und Konzepte vorgestellt, wie der Weg in die digitale Zukunft von Staat und Verwaltung erfolgreich umgesetzt werden kann.

So werden in diesem Jahr erneut eine Reihe innovativer Start-ups eine Bühne für ihre Lösungen und Angebote für den Bereich der öffentlichen Verwaltung erhalten. Im Rahmen eines “Meet and Match” werden diese Start-ups zusammen mit einer Reihe ausgewählter “Sozialentrepreneure”, d. h. jungen Unternehmen, die unsere Gesellschaft auf innovative, disruptive und nachhaltige Weise zum Besseren verändern wollen, mit hochrangigen Vertretern aus Verwaltung und Wirtschaft über ihre Dienstleistungen und Angebote diskutieren. Im Anschluss an das “Meet and Match” wird während der “Nacht des Scheiterns” eine Auswahl von Gründen dafür präsentiert, warum einige Start-ups keinen langfristigen Erfolg verbuchen können und welche Schlüsse man aus eigenen oder fremden Fehlern ziehen kann, um eben doch auf langfristiger Basis erfolgreich agieren zu können.

Einen weiteren Pitch-Event veranstaltet der IT-Planungsrat, der im Sommer 2018 den Umsetzungskatalog für das Onlinezugangsgesetz verabschiedet hat. Beim Projekt-Pitch, der von Hans-Henning Lühr, dem Vorsitzenden des IT-Planungsrates, moderiert wird, werden ausgewählte Themenfelder aus dem Umsetzungskatalog und die dazugehörigen Entwicklungen durch die Länder vorgestellt.

Neben dem Hauptprogramm wird es auf dem Digitalen Staat 2019 außerdem wieder drei Programmstränge mit besonderem Fokus auf ausgewählte, besondere Felder der Verwaltungsdigitalisierung geben. In diesem Jahr sind dies die “Digitale Staatskunst”, die “Digitale Wirtschaft” und die “Digitale Daseinsvorsorge”. Im Rahmen des Stranges “Digitale Wirtschaft” wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) wie im letzten Jahr wieder die Vorstellungen seiner “Denkfabrik” darlegen. Der Staatssekretär im BMAS, Björn Böhning, analysiert die Auswirkungen der digitalen Transformation und formuliert politische Strategien, wie man mit der Digitalisierung am Arbeitsplatz umzugehen hat. Produktionszyklen, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle auf die Bedingungen der Arbeit 4.0 und vor allem die Arbeitskräfte anzupassen, verlangt nach sozialverträglichen Lösungen, für die die Denkfabrik sensibilisieren möchte.

Im Strang “Digitale Daseinsvorsorge” liegt der Fokus neben digitaler Schule und Themen rund um die Smart City auf den Netzen des Bundes und in der “Digitalen Staatskunst” wird u. a. das Bremer Kolloquium zum Thema aufgearbeitet.

Neben weiteren Highlights rund um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung gibt es zudem einen Rückblick auf das erste Jahr des behördenübergreifenden Digitalisierungsnetzwerks NExT, das sich auf dem Kongress im letzten Jahr erstmals der Öffentlichkeit präsentiert hatte.

Weitere Informationen zum Digitalen Staat 2019 finden sich auf der Webseite www.digitaler-staat.org.

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