Bundespolizei weiter vor Herausforderungen

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Berichtete von Herausforderungen bei der Bewältigung der Sekundärmigration: Jürgen Schubert, Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums. (Foto: Bundespolizei)

Auch wenn die Situation nicht mehr so dramatisch wie in den Jahren 2015 und 2016 ist, hat die Bundespolizei dennoch weiterhin Migrantenbewegungen zu bewältigen. Besonders herausfordernd sei die Sekundärmigration. Das berichtete der Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums, Jürgen Schubert, auf dem Europäischen Polizeikongress.

So verzeichne man eine Zunahme an Seeanlandungen und allein auf dem griechischen Festland warteten rund 70.000 Migranten auf die Weiterreise nach Deutschland. Schubert konstatierte: “Sekundärmigration ist heute ein Schleuser- und Kriminellengeschäft.”
Weitere Probleme seien die zeitnahe Beschaffung von Passersatzpapieren und die Durchführung von Rückführungen. So habe die Bundespolizei im vergangenen Jahr von 57.000 Rückführungen nur 26.000 erfolgreich abschließen können.

Mit Blick in die Zukunft verlangte Schubert einen Ausbau der EU-Grenzschutzagentur Frontex, ein integriertes Grenzmanagement sowie ein einheitliches Entry-/Exit-System. Ebenso erforderlich seien ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten in den Hauptherkunftsländern der Migranten und ein einheitliches Rückkehrmanagement.

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