Erste positive Bilanz

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In Rheinland-Pfalz kommen Taser (Foto) auch im Streifendienst der Polizei zum Einsatz. Innenminister Roger Lewentz (SPD) zog nun eine erste, positive Zwischenbilanz. (Foto: MdI RLP)

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat eine erste positive Bilanz zu den Einsätzen von Distanzelektroimpulsgeräten in den Oberzentren des Landes gezogen. “In 38 der bislang erfassten Taser-Einsätze in den Monaten November bis Januar genügte in zwei von drei Fällen allein die Androhung des Taser-Einsatzes, um Übergriffe auf Dritte oder Einsatzkräfte der Polizei abzuwenden”, so der Ressortchef.

Die meisten Nutzungen der Geräte gab es mit 18 Fällen im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz. Es folgen die Präsidien Westpfalz in Kaiserslautern (elf), Trier (vier), Mainz (drei) und Rheinpfalz in Ludwigshafen (zwei). Dem Einsatz des Distanzelektroimpulsgerätes ging in 15 Fällen eine konkrete Bedrohung von Polizeibeamten voraus. Acht Mal wurden Personen durch Störer verletzt.

In 24 Fällen drohte oder reagierte der Störer vor Androhung des Taser-Einsatzes mit Widerstand gegen die Einsatzkräfte und stand zudem unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Die Geräte wurden in zwölf Fällen im Distanzmodus oder im direkten Kontakt eingesetzt. Bis auf oberflächliche Hautrötungen konnten keine Verletzungen bei den Betroffenen festgestellt werden. Aus Sicht zahlreicher beteiligter Polizisten eignet sich der Taser gut, um die bisher vorhandene Lücke zwischen Pfefferspray und Schlagstock einerseits und Schusswaffe andererseits zu schließen.

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