Grevenbroich auf dem Weg zur Smart City

0
1578
In der nordrhein-westfälischen Stadt Grevenbroich soll sich in punkto Digitalisierung was tun: Bürgermeister Klaus Krützen (SPD) stellt ein Strategiepapier zur Digitalisierung vor, um den Weg zur Smart City einzuleiten. Hierüber diskutiert dieser Tage der städtische Haupt-, Finanz und Demografieausschuss (HFDA). (Foto: Wobogre, CC0, https://pixabay.com/)

Im Leitbild “Grevenbroich 2030” soll sich nicht zuletzt die Digitalisierung niederschlagen. Die Entwicklung zu einer Smart City hat die nordrhein-westfälische Stadt weit oben auf ihre Agenda geschrieben. Die rund 67.000 Einwohner, die in Grevenbroich leben, sollen zukünftig in die Vorzüge der intelligenten Stadtentwicklung kommen. So jedenfalls die Bemühungen des Rathauses.

Bürgermeister Klaus Krützen (SPD) möchte Grevenbroich “effizienter, nachhaltiger und fortschrittlicher” gestalten. Hierzu sind ein Bündel von Maßnahmen fest ins Auge gefasst, die vor allem die Verbesserung der digitalen Daseinsvorsorge als Ziel anstreben. Der Haupt-, Finanz und Demografieausschuss (HFDA) der Stadt diskutiert gerade über die konkrete Umsetzung – eine Smart City-Strategie soll beschlossen werden.

Smartness schafft Modernität

Geplant ist ein Paket, das sich von Smart Governance-Lösungen, über Smart Mobility-Maßnahmen bis hin zu Smart Environment-Projekten erstreckt. Das digitale Rathaus soll sämtliche Verwaltungsmaßnahmen online abbilden. Zentrales Element soll ein Bürgerportal werden, dass es dem Bürger jederzeit ermöglicht, Anträge digital zu stellen und mit den städtischen Ämtern online zu kommunizieren.

Ob bei der Verkehrsinfrastruktur oder der Energieversorgung – intelligente Technologien sollen in Grevenbroich automatisiert Daten sammeln und auswerten. Ein digitales Parkleitsystem, welches zur Diskussion steht, soll den motorisierten Verkehr besser managen. Im Bereich “Smart People” sind Online-Kurse der Volkshochschule (VHS) angedacht. Der Schulstandort Grevenbroichs und die Digitalkompetenz der Schüler sollen ebenfalls gefördert werden. Auch wird darüber nachgedacht, dass Stadtarchiv zu digitalisieren.

Krützen weiß aber, dass, falls die Smart City-Strategie beschlossen werden sollte, ein hoher Etat aufgewendet und qualifiziertes Personal rekrutiert werden müsse: “Ohne entsprechende Ressourcen wird das kaum zu realisieren sein,” schränkt der Bürgermeister ein.

Smart City auf dem Netzwerk Digitaler Staat

Um Deutschland auf dem Weg ins digitale Zeitalter zu begleiten, wird auf dem Digitalen Staat das Thema Smart City ausführlich am 2. und 3. April behandelt. In der Bürgermeisterrunde sprechen zum Beispiel Stadtoberhäupter über ihre Erfahrungen bei der städtischen Digitalisierung. Großstädte wie Düsseldorf und Hannover, die sich am Kongress beteiligen, sind innovativ und smart aufgestellt. Mehr Informationen und die Chance zur Anmeldung erhält man auf www.digitaler-staat.org.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here