Besondere Masterstudiengänge für Brandenburg

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Die Staatssekretärin im Brandenburger Innenministerium, Katrin Lange, stellte die Eckpunkte des neuen Polizeihochschulgesetzes vor. (Foto: BILDHAUS, Karoline Wolf)

In Brandenburg wird es in Zukunft spezielle Masterstudiengänge für die Kriminalistenausbildung geben. Außerdem ist eine Umbenennung der Fachhochschule der Polizei mit Sitz in Oranienburg in Hochschule der Polizei geplant. Das sieht der Entwurf des neuen Polizeihochschulgesetzes vor, den das Potsdamer Kabinett kürzlich beschloss.

Die Staatssekretärin im Innenministerium, Katrin Lange, sagte dazu: “Wir verbessern mit dieser Entscheidung die Kriminalistenausbildung. Nur mit einer weiteren Spezialisierung hält die Polizei Schritt mit den technischen Fähigkeiten der Verbrecher.” Kriminalität habe sich stark verändert und finde zunehmend im digitalen Raum statt. Straftäter bedienten sich dort schneller, zumeist anonymisierter Kommunikations- und Transaktionstechniken.

“Aber auch in der polizeilichen Taktik und Technik werden immer intensiver netzbasierte Anwendungen genutzt und große Datenmengen verarbeitet”, so Lange weiter. Das stelle immer höhere Anforderungen an die Ermittler. Zudem sollten die Chancen weiter entwickelter forensischer Mittel und Methoden in der Ermittlungsarbeit gemeinsam mit aktuellen Forschungsergebnissen stärker genutzt werden.

Dafür soll die Hochschule in Zukunft einen Masterstudiengang zur Vertiefung kriminalistischen Fachwissens und mittelfristig weitere Masterstudiengänge zum Erwerb vertieften Fachwissens für besondere polizeiliche Aufgaben anbieten. Der Start erster Kurse ist für den Herbst kommenden Jahres vorgesehen. Es soll zunächst 25 Studienplätze geben.

Zudem ist vorgesehen, dass der Präsident der Hochschule der Polizei sowie sein Stellvertreter in Zukunft in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen werden sollen. Bisher befinden sie sich in einem Beamtenverhältnis auf Zeit und gehen nach dem Ablauf ihrer fünfjährigen Amtszeit in den Ruhestand. Künftig würde dieser Schritt erst mit dem Erreichen der regulären Altersgrenze erfolgen.

Mit der Einführung der neuen Masterstudiengänge wird eine langjährige gewerkschaftliche Forderung erfüllt. Insbesondere der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hatte sich immer wieder für entsprechende Anpassungen eingesetzt.

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