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General der Einheit

Mit einem Großen Militärischen Ehrengeleit im Berliner Dom haben sich Bundeswehr, Politik und Öffentlichkeit Ende Februar von Staatssekretär a.D. und Generalleutnant a.D. Jörg Schönbohm verabschiedet. Dieser war Anfang des Monats im Alter von 81 Jahren im brandenburgischen Kleinmachnow verstorben.

Bundesweit bekannt wurde er als Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost. Offiziell in Dienst gestellt wurde diese streitkräftegemeinsame Höhere Kommandobehörde in den Räumen des ehemaligen Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR in Strausberg mit dem Inkrafttreten des Einigungsvertrages, d.h. im Oktober 1990. Es unterstand unmittelbar dem BMVg unter der ministeriellen Leitung von Dr. Gerhard Stoltenberg.

Schönbohms Auftrag lautet, aus Bundeswehr und Nationaler Volksarmee (NVA) gesamtdeutsche Streitkräfte zu bilden. Innerhalb nur weniger Monate sollte der Grundstein für den Aufbau der Bundeswehr in der ehemaligen DDR und Berlin gelegt werden. Als sein Motto gab der Kommandeur die Parole aus, dass die Soldaten der Bundeswehr nicht als Sieger zu Besiegten kämen, sondern “als Deutsche zu Deutschen”.

Mit der Kommandoübernahme in Strausberg kehrte Jörg Schönbohm auch in seine alte Heimat zurück. Er wurde 1937 in der Mark Brandenburg geboren.

1957 war Schönbohm in die Bundeswehr als Offizieranwärter der Artillerietruppe eingetreten, wo er die üblichen Truppen- und Stabsverwendungen durchlief. Im Geschäftsbereich des BMVg war er zuletzt Inspekteur des Heeres (1991/1992) und anschließend bis 1996 beamteter Staatssekretär für Sicherheitspolitik, Bundeswehrplanung und Rüstung. Danach startete er seine politische Karriere.

1994 war Schönbohm der CDU beigetreten. Nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im Jahr 1995 übernahm er das Amt des Innensenators der Großen Koalition unter seinem Parteifreund, dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen. Das Berliner Innenressort gab Schönbohm 1998 auf, um CDU-Landesvorsitzender im benachbarten Brandenburg zu werden.

Nach der dortigen Landtagswahl im Jahr 1999 trat Schönbohm als Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Brandenburgs ins Kabinett von Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) ein. Bis 2007 blieb er Landesvorsitzender der Brandenburger CDU und bis 2009 Landesinnenminister.

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