Das Fahrrad als Dienstwagen

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Das Fahrrad als Dienstwagen? Für so manchen Mitarbeiter noch ungewohnt, kann es jedoch gerade für kurze Fahrtwege durchaus dienlich sein, weil es gesund und nachhaltig ist. (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Bei der Auftaktveranstaltung vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) und Bundesumweltministerium (BMU) zum Projekt “mobil gewinnt” zeigten Kommunen sowie kommunale Unternehmen, wie sie ihr Mobilitätsmanagement sowie den dazugehörigen Fuhrpark effizienter gestalten möchten. Mit dem Förderprogramm hinter dem Projekt soll für nachhaltige Mobilitätskonzepte sensibilisiert und diese unterstützt werden.

Bei der Evaluation von durchgeführten Programmen und Projekten habe sich herausgestellt, dass circa 200 Kilogramm Stickstoffdioxid (CO2) pro Mitarbeiter und pro Jahr eingespart werden könnten, wenn das Mobilitätsmanagement effizienter werde, erläuterte Staatssekretär Guido Beermann aus dem BMVI. “Sie können sich ausrechnen, was dann eine flächendeckende Anwendung für Auswirkungen mit sich brächte.”

Car-Sharing des Dienstwagens

Das Deutschland als Autoland gilt, zeigt sich auch bei der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm. “Wir haben 26.000 Einwohner und mehr als 26.000 zugelassene Fahrzeuge”, erläutert Stefan Eisenmann von den Stadtwerken Pfaffenhofen. Deshalb sei ein Car-Sharing-Projekt entstanden. “Wir wollen den Mitarbeitern anbieten, dass sie die Dienstwagen mit nach Hause nehmen und dort auschecken. Dann wird das Fahrzeug der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt und am nächsten Morgen nutzt der Mitarbeiter es wieder als Dienstfahrzeug.”

3-Stufen-Programm

Der Landkreis Holzminden mit seinen 800 Angestellten hat beispielsweise ein dreistufiges Programm aufgesetzt, welches voraussichtlich im Juli 2020 abgeschlossen wird. Hierbei seien die Mitarbeiter mittels einer Umfrage direkt bei der Optimierung des Mobilitätsmanagements eingebunden worden, erörterte die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Dr. Linda Hartmann. Hierbei habe sich herausgestellt, dass 73 Prozent der 131 Befragten mit dem Pkw anreisen. Mit der 1. Stufe ist ein Fokus auf das Fahrrad gelegt worden. Auch deshalb, weil die meisten Dienstfahrten im Umkreis von zehn Kilometern stattfänden. Das Fahrrad solle ebenso als “Dienstfahrzeug” dienen, treffe jedoch noch auf so manchen Widerstand, so die Klimaschutzmanagerin. In der 2. Stufe würden die Fahrzeuge im behördlichen Fuhrpark schrittweise auf alternative Antriebstechnologien umgestellt. Mit der 3. Stufe werde ein Bikesharing-System implementiert. “Ziel ist es auch, die Verwaltung und die umliegenden Großbetriebe sowie deren Mobilitätsangebote zu vernetzen”, betonte Hartmann.

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