2018 viel zu warm

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Präsentierte neue Temperatur-, Sonnenschein- und Trockenheitsrekorde für die Bundesrepublik: Dr. Thomas Deutschländer, Referatsleiter für hydrometeorologische Beratungsleistungen beim Deutschen Wetterdienst (DWD). (Foto: BS/Feldmann)

2018 war hierzulande das wärmste seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen und entsprechender Temperaturzeitreihen im Jahre 1881. Die Jahresmitteltemperatur betrug 10,5 Grad Celsius. Der Wert liegt um 2,3 Grad Celsius über dem Mittelwert der internationalen Referenzperiode 1961-1990.


Der bisherige Rekord in der Bundesrepublik, 2014 wurde eine Mitteltemperatur von 10,3 Grad Celsius erreicht, wurde damit um 0,2 Grad Celsius übertroffen. Das vergangene Jahr war auch sehr sonnenscheinreich. Das entsprechende Mittel betrug 2.015 Stunden. Von Februar bis November 2018 war durchweg ein Sonnenscheinüberschuss zu verzeichnen.


Des Weiteren waren zehn der zwölf Jahresmonate zu trocken, wie der Leiter des Referats für hydrometeorologische Beratungsleistungen beim Deutschen Wetterdienst (DWD), Dr. Thomas Deutschländer, erläuterte. So wurde eine Niederschlagsmenge von insgesamt 586 Litern pro Quadratmeter im Flächenmittel festgestellt. Das Defizit betrug über 200 Liter pro Quadratmeter. Mit einem Niederschlagsdefizit von 26 Prozent war 2018 laut Deutschländer das vierttrockenste Jahr seit 1881. Noch weniger Regen fiel nur 1911, 1921 und 1959.


Neue Rekorde gab es auch bei den Zahlen der sogenannten Heißen Tagen mit einer Lufttemperatur von mehr als 30 Grad Celsius sowie bei den Sommertagen, an denen es mindestens 25 Grad Celsius warm wurde. Von Ersteren gab es 2018 20 Tage, von Letzteren im Mittel 74 Tage. Das sind zwölf Tage mehr als im bisherigen Rekordjahr 2003.


Angesichts all dieser Zahlen kann es nicht verwundern, wenn der Referatsleiter konstatierte: “Das Jahr 2018 stand in Deutschland also wieder ganz im Zeichen des Klimawandels.” Und DWD-Vizepräsident Prof. Dr. Paul Becker, der zum 1. April den Präsidentenposten beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie übernimmt, ergänzte: “Die Klimaforschung ist sich einig: Der Trend der Erwärmung ist global ungebrochen.”

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