Schießvorführungen in Südafrika

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Treffer beim Nachtschießen (Foto: BS/Portugall)

Mitte März veranstaltete die Rheinmetall Denel Munition (Pty) Ltd. (RDM) zum nunmehr dritten Male die “Ammunition Capability Demo” (ACD) in Südafrika. RDM ist 2008 als Joint-Venture der deutschen Rheinmetall Waffe Munition GmbH und der südafrikanischen Denel SOC Ltd. gegründet worden. Rheinmetall hält 51 Prozent der Anteile von RDM und Denel 49 Prozent.

Rheinmetall Denel Munition hat sich auf Artilleriegeschütze, Mörser- und Infanteriewaffen spezialisiert. Während Rheinmetall Defence den größten Teil seines Geschäftes mit NATO-Staaten abwickelt, deckt RDM nicht nur den Markt des südlichen Afrikas ab, sondern auch Asien, den Nahen und Mittleren Osten sowie Lateinamerika. Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, erklärte gegenüber den mitreisenden Pressevertretern: “Südafrika ist ein wichtiger Teil von Rheinmetall geworden, besonders mit unserem Munitionsgeschäft hier. Früher war das Land ein starker Wettbewerber von uns. Mit unserer Strategie, international zu expandieren, haben wir von hier aus direkten Zugang zu den Märkten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas”, so der Rheinmetall-CEO weiter.

Die zweitägige “Ammunition Capability Demo” zählt zu den weltweit größten Vorführungen dieser Art. Mehr als 800 Besucher aus 53 Staaten – ein neuer Rekord, wie die Veranstalter betonten – bekamen auf dem Testgelände Overberg bei Arniston in der Provinz Westkap ganz im Süden des Schwarzen Kontinents ein eindrucksvolles Schießprogramm zu sehen. Die unterschiedlichen Uniformen wiesen ihre Träger als Angehörige der Streitkräfte u.a. Argentiniens, Brasiliens, Südkoreas, Thailands und der USA aus. Auch zahlreiche europäische Offiziere waren zu sehen: u.a. aus Großbritannien, Dänemark, Polen, Schweden und der Ukraine. Von der Bundeswehr waren u.a. Generalmajor Michael Hochwart, Abteilungsleiter I (Einsatz, Militärisches Nachrichtenwesen, Ausbildung) im Kommando Heer in Strausberg, und Kapitän zur See Gerald Koch, deutscher Verteidigungsattaché in Pretoria, vor Ort.

Am ersten Tag leitete die südafrikanische Luftwaffe die Vorführungen ein mit Kampfflugzeugen der Typen Saab JAS 39 “Gripen” in den Versionen C (einsitzig) und D (zweisitzig) sowie BAE “Hawk” 120. Dabei wurden u.a. Mk 82-Bomben abgeworfen. Es folgten Kampfhubschrauber vom Typ Denel “Rooivalk” (afrikaans für “Roter Falke”) und Westland “Super Lynx 300”. Auch ein vollautomatisches Schiffsgeschütz vom Typ “76/62 Compact” Kaliber 76 mm des italienischen Herstellers Oto Melara zeigte seine Feuerkraft.

Das südafrikanische Heer hat alles aufgeboten, was schießen kann: vom Browning-Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm über Granatwerfer unterschiedlicher Kaliber bis zum Kampfpanzer “Olifant Mk2” sowie den G5- und G6-Haubitzen Kaliber 155 mm. Außerdem kam das Minenräumsystem “Plofadder” von Rheinmetall zum Einsatz.

Auch das unbemannte Mehrzweck-Bodenfahrzeug “Mission Master” der Rheinmetall Canada Inc. wurde in zwei verschiedenen Versionen vorgeführt: als Transporter und als Raketenwerfer.

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