Waldbrandmodul aufgestellt

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In Bonn ist das deutschlandweit erste sogenannte Waldbrandmodul im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens aufgestellt und präsentiert worden (Foto). (Foto: Stadt Bonn)

In Bonn ist das deutschlandweit erste sogenannte Waldbrandmodul gebildet worden. Die Einheit setzt sich aus Kräften und Ressourcen der Feuerwehren Bonn, Leverkusen und Königswinter zusammen. Sie ist auf die Bekämpfung von Vegetationsbränden spezialisiert und kann EU-weit für Hilfseinsätze angefordert werden.


Das Modul ist Teil des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens und besteht aus vier geländefähigen Löschfahrzeugen, einer Führungs- sowie einer Versorgungseinheit. Die beiden Letztgenannten stellt die Feuerwehr Bonn, die Löschfahrzeuge kommen aus allen drei Kommunen. Der Leiter der Berufsfeuerwehr Bonn und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF-Bund), Jochen Stein, sagte: “Die großen Vegetationsbrände im vergangenen Jahr, beispielsweise in Brandenburg oder in Schweden, haben gezeigt, dass alle Feuerwehren in Europa aufgrund der schieren Größe der Brände schnell an ihre Leistungsgrenzen gelangen können. Wir möchten mit dem EU-Waldbrandmodul unseren Beitrag zur innerdeutschen, aber auch europaweiten Hilfe bei Großbränden in der Fläche oder in Wäldern leisten.”

Der Leiter der Feuerwehr Leverkusen, Hermann Greven, ergänzte: “Die Feuerwehren sind gut aufgestellt und in der Lage die Vegetationsbrände mit ihren bestehenden Fahrzeugen und Einsatzkräften zu löschen. Hier werden nun besonders geeignete Fahrzeuge und bereits im EU-Katastrophenschutzverfahren ausgebildete Führungskräfte zu einer schlagkräftigen Einheit bei besonders großen und lang andauernden Bränden gestellt.” Und Michael Bungarz, Chef der Feuerwehr Königswinter, meinte: “Auch für unsere kommunalen Aufgaben profitieren wir von der Zusammenarbeit. Der fachliche Austausch verbessert unsere vorhandenen Kenntnisse in der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden.”

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