“Weapons Intelligence Team” im Einsatz

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Der Blick auf die Anschlagstelle in Koulikoro im Südwesten Malis lässt erahnen, wie schwer die Explosionen gewesen sein mussten. ( Foto: BS/Bundeswehr)

Nach dem Anschlag Ende Februar auf das “Koulikoro Training-Center” (KTC) an der malischen Offizierschule im Südwesten des westafrikanischen Landes kam im Monat darauf ein “Weapons Intelligence Team” (WIT) der Bundeswehr das erste Mal zum Einsatz. Ein solches WIT besteht aus Soldaten der Infanterie und des militärischen Nachrichtenwesens, aus Feldjägern und Kampfmittel-Abwehrspezialisten. Durch deren Auswertung sollen Rückschlüsse auf die Vorgehensweise der Angreifer gewonnen werden.

Bei dem nächtlichen Anschlag hatten islamistische Selbstmordattentäter mit Handfeuerwaffen sowie mit zwei mit Sprengsätzen präparierten Fahrzeugen das Ausbildungszentrum der “EU Training Mission Mali” (EUTM Mali) in Koulikoro angegriffen. Die Angreifer konnten ihr Ziel jedoch nicht erreichen, der Angriff wurde von malischen und spanischen Sicherungskräften abgewehrt. Dabei waren drei malische Soldaten verwundet worden; die Ausbilder aus den EU-Staaten blieben unverletzt. Die spanischen Streitkräfte stellten dort das Sicherungskontingent.

In Koulikoro bilden neben zahlreichen anderen Europäern unter anderem auch Bundeswehr-Soldaten ihre malischen Kameraden aus.

Der Großteil des deutschen Einsatzkontingentes der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA ist in Camp Castor in Gao im Nordwesten des Landes stationiert. Dort waren die deutschen Spezialisten zusammengerufen worden. Rückschlüsse zum Tathergang mussten ermittelt werden. Sie sind wichtig, um effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

In Koulikoro angekommen, begann die akribische Ermittlungsarbeit des deutschen Teams. Zeugen des Angriffs werden befragt. Malische und spanische Sicherungskräfte waren direkt betroffen. Manche Spuren führten bis zu 100 Meter weit vom Anschlagsort weg. Daran ist zu erkennen, wie gewaltig die Explosionen gewesen sein mussten.

Wieder in Gao zurück, wurden die Beweismittel für den Transport nach Deutschland vorbereitet. Dort werden die Asservate weiter untersucht und ausgewertet.


Nach der militärischen Intervention Frankreichs (“Opération Serval”) begannen im Jahre 2013 EUTM Mali und MINUSMA.

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