Für eine bessere Vernetzung

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Werner Achtert von der Geschäftsleitung der msg systems spricht über die vernetzte Verwaltung und ihren Weg dahin. (Foto: BS/Giessen)

“Der digitale Wandel wird stattfinden, ob mit oder ohne uns”, betonte Werner Achtert von der Geschäftsleitung bei msg systems auf dem Digitalen Staat. Dabei sei der Anspruch, dass der Wandel durch ein vernetztes sowie digitaldenkendes Regierungs- und Staatshandeln gelingen solle. Hierfür müsse jedoch die Vernetzung verbessert werden, so Achtert.

“Die Daten sind mittlerweile der Dreh- und Angelpunkt der meisten Geschäftsmodelle”, merkt Achtert an. Denn der heutige Nutzen bestünde darin, die Leistungen mit den Daten zu vernetzen und damit Mehrwert zu schaffen. Dabei fehle es der Verwaltung vor allem an Architekturen wie einer gemeinsamen IT-Infrastruktur, Basisdiensten oder Datenarchitektur. “Einiges ist durchaus in Arbeit. Aber beispielsweise fehlt eine Anwendungsarchitektur komplett. Die Fachverfahren werden isoliert entwickelt und nicht geteilt.”

Mehrwert für die Verwaltung

Daraus folgt: Um wiederum einen Mehrwert für die Verwaltungen zu schaffen, brauche es die technischen Infrastrukturen, um sich über die Verwaltungsgrenzen hinweg setzen zu können. Die technischen Möglichkeiten seien hierbei vorhanden und würden kontinuierlich ausgebaut. Hier sei die IT-Konsolidierung des Bundes exemplarisch, erläutert Achtert. Der darüber hinaus gehende Schritt wäre eine “wirkliche Nutzung von Cloud-Technologien, die die Vernetzung erleichtern”. Auf der Technik aufbauend, würde dann der Datenzugriff auf die Gesamtbestände organisiert, die momentan noch oft isoliert und unpraktikabel gelagert würden. Jedoch bedingt durch eine zögerliche Registermodernisierung komme der gemeinsame Datenraum nur langsam voran. Der dritte Schritt sei die Wiederverwendbarkeit von Prozessen. Die Kommunen oder Länder übernähmen diese sehr selten von den anderen Akteuren. Dabei böte gerade dieses Vorgehen Einsparpotenzial. Ein Aspekt seien jedoch noch die internen Abläufe, welche oft noch unterschiedlich gehandhabt würden. “Durch die E-Akte sind diese transparenter und Diskrepanzen in der Umsetzung erkennbar geworden. Aber es kommt noch ein ganzes Stück Arbeit auf die Behörden zu, die Abläufe digital und vernetzt zu gestalten.”

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