Es könnten noch viel mehr Gremien sein

0
2355
Dr. Katrin Suder schloss die Runde mit einer Referenz zu Dorothee Bär, die in ihrer Keynote gesagt hatte, es könnten noch viel mehr Gremien sein: “Die Digitalisierung ist ein so breites Feld, dass wir diese vielen Gremien tatsächlich brauchen. Und in der Zusammenarbeit darf man auch ruhig mal unterschiedlicher Meinung sein.” (Foto: BS/Giessen)

Immer mehr Gremien rund um die Digitalisierung von Staat und Verwaltung sprießen seit der Regierungsbildung im vergangenen Jahr aus dem Boden. Agenturen für Sprunginnovationen oder für Cyber-Sicherheit, Beratungsgremien wie der Digitalrat und eine Enquetekommission für das Thema Künstliche Intelligenz sind nur einige aus der Flut von Neugründungen. Auf dem Digitalen Staat sollten gleich zwei Diskussionsrunden für mehr Übersicht sorgen. Konnten sich zu Beginn die Mitglieder der Beratungsgremien über ihre Aufgaben und Pläne austauschen und zeigen, wie sie sich voneinander abgrenzen, sprachen anschließend Akteure aus den auf die Umsetzung fokussierten Gremien über ihre Strategien, die Digitalisierung aktiv in die Behörden zu bringen.

Berater fordern Kulturwandel im Kopf

“Es braucht zentrale Ziele, an denen sich alle Institutionen rund um die Digitalisierung orientieren können”, forderte in diesem Zusammenhang Dr. Katrin Suder in der Runde der Berater der Digitalisierung. Die Vorsitzende des Digitalrates der Bundesregierung berichtete von bislang drei Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel sowie einigen weiteren Mitgliedern des Kabinetts sowie einer Reihe von weiteren Treffen mit diversen Staatssekretären und Abteilungsleitern aus den Ressorts der Bundesregierung: “Unsere Aufgabe ist zum einen die Beratung der Regierung, aber auch das Unterstützen und Antreiben. Wir arbeiten direkt mit den Ressorts zusammen und stoßen dabei auf eine große Bereitschaft und Erkenntnis, dass es neue Arbeitsmethoden braucht”, so die Digitalrats-Vorsitzende. Einen generellen Kulturwandel forderte Saskia Esken, Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Thema Künstliche Intelligenz. Auch bei diesem Thema brauche es wie überall sonst mehr Kooperation unter den Häusern, vor allem aber auch eine deutlich erhöhte Transparenz, um das Vertrauen der Bürger nicht zu verlieren: “Wir erleben heutzutage eine Flut von Daten, die den Menschen überfordert. An diesem Punkt muss die Technik helfen, für mehr Klarheit zu sorgen”, so Esken.Gleichzeitig müsse man auch Vertrauen schaffen, dass Maschinen den Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen sollen: “Es braucht eine Motivation für die Mitarbeiter, um ihnen zu zeigen, dass die Veränderung nichts grundsätzlich Negatives ist.”

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here