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Starkregen-Gefahrenkarten für Bonn

In Bonn sind für interessierte Bürger ab sofort Starkregen-Gefahrenkarten online abrufbar. Sie zeigen, wo in der Bundesstadt Probleme aufgrund von Sturzfluten und Starkregenereignisse auftreten können und bieten die Möglichkeit, rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Vorerst ist nur eine Karte für den Bezirk Beuel im Internet verfügbar. Die Gefahrenkarten für Bad Godesberg und Hardtberg sollen aber noch in diesem Monat folgen. Das Kartenmaterial, bei dessen internetgestützter Bereitstellung es sich um einen neuen Service des Tiefbauamtes sowie des Amtes für Bodenmanagement und Geoinformation handelt, zeigt jedoch ausschließlich die Folgen von Starkregen im urbanen Umfeld. Unberücksichtigt bleiben die Konsequenzen von Bach- und Rheinhochwasser. Das daraus resultierende Überflutungsrisiko ist in anderen Karten, den Hochwasser-Gefahrenkarten, dargestellt.

Unterscheidung nach statistischer Häufigkeit

Berechnet wurden die bei Starkregen vorkommenden Wassertiefen durch Computersimulationen. Ihre jeweilige Größe wird in den Karten mithilfe unterschiedlicher Blautöne dargestellt. Differenziert wird zwischen den Wassertiefen bei einem seltenen (statistisch alle 50 Jahre auftretenden), einem außergewöhnlichen (statistisch alle 100 Jahre auftretenden) sowie einem extremen Starkregenereignis.

Erstellt wurden die Karten durch die Berechnung der Regenwasserabflüsse an der Oberfläche. Zentrale Größen dafür sind die Geländeoberfläche sowie die Regenstärken. Zusätzlich eingehen können in das Modell Daten zur Regenverdunstung, Versickerung und Fließgeschwindigkeit an der Oberfläche.

Als Grundlage für den Niederschlag wurden 60-minütige Regenereignisse für ein seltenes, ein außergewöhnliches und ein extremes Starkregenereignis definiert. Dafür wurde auf vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ermittelte Statistikdaten zurückgegriffen.

Worst-case-Szenarien beschrieben

Die Karten stellen maximale Gefahrenabschätzungen dar. Bei den Berechnungen wurde deshalb angenommen, dass weder Verdunstung noch Versickerung erfolgen. Ebenfalls nicht einbezogen wurde ein eventueller Regenabfluss über die Kanalisation.

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