Erste Spuckschutzhauben übergeben

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Spuckschutzhauben (Foto) werden künftig bei der gesamten baden-württembergischen Polizei im Einsatz sein. Die ersten Exemplare wurden bereits in Heilbronn übergeben. (Foto: Innenministerium Baden-Württemberg)

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat in Heilbronn die landesweit ersten Spuckschutzhauben an Polizeibeamte übergeben. Sie können Personen bei Bedarf angelegt werden, wenn diese die Vollzugskräfte bereits bespuckt haben oder die Beamten mit einer solchen Attacke rechnen müssen. Die Hauben werden über den Kopf gezogen.


Der christdemokratische Ressortchef sagte: “Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist nicht nur der Schlag oder der Tritt, sondern zur Gewalt gehört für mich auch das Bespucken von Einsatzkräften.” Man könne nur ansatzweise erahnen, wie sich Polizisten fühlen müssten, die derart ekelerregend attackiert würden.

Dagegen könnten Spuckschutzhauben ein probates Mittel sein, so Strobl weiter. Diese werden jetzt landesweit eingeführt. Dabei kommt eine Eigenentwicklung der Landespolizei sowie des Logistikzentrums Baden-Württemberg zum Einsatz. Grund: Im Rahmen einer Marktschau konnte kein kommerzielles Modell die Anforderungen in Gänze erfüllen. Die Polizeipräsidien können nach eigenem Ermessen entscheiden, in welchem Umfang sie Streifenwagen oder sogar die Beamten persönlich mit den Spuckschutzhauben ausrüsten.

Das Bespucken von Polizisten erfüllt in jedem Fall den Straftatbestand der Beleidigung. Werden körperliche Auswirkungen beim Betroffenen ausgelöst (zum Beispiel Brechreiz) kann auch eine Körperverletzung vorliegen.

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