Treibstoffversorgung im Stromausfall

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Für alle Glieder in der Logistikkette müssten "stromredundante Lösungen" gefunden werden, so Dr. Julia Mayer vom BBK. (Foto: BS/Portugall)

Zum ersten Mal veranstaltete der Behörden Spiegel gestern in Bonn ein Seminar zum Thema “Treibstoffsicherheit in der Zukunft”. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wolle im Notfall gerade die Lücken schließen, die in der Rettungskette aufgrund des Subsidiaritätsprinzips entstünden, so Dr. Julia Mayer aus dem Referat Risikomanagement KRITIS (Kritische Infrastrukturen) des BBK im Nachmittagsteil des gestrigen Seminars. Die Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Gemeinden mache eine solche Vorgehensweise notwendig.

Ein besonderes Problem zeichnete sich in der anschließenden Diskussion ab: So fordere die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz für die Notstromaggregate der Stadt, dass diese die strenge Euro-6-Norm für Dieselkraftstoffe erfüllten. Ein weiterer Teilnehmer meldete sich daraufhin zu Wort und berichtete, dass es in Rheinland-Pfalz ähnliche Überlegungen gebe. Erschwerend komme hinzu, dass die Alterung des Biodiesel-Anteils ausreiche, um den Dieselkraftstoff insgesamt in verhältnismäßig kurzer Zeit so negativ zu verändern, dass die in Netzersatzanlagen (NEA) eingesetzten Dieselmotoren damit nicht mehr lauffähig seien.

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