Straßenreinigung wird elektrischer

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Die Kleinkehrmaschine "Urban Sweeper S2.0" und das Kehrichtsammelfahrzeug "e-Vario" sind vollelektrisch im Testbetrieb unterwegs. (Foto: BSR)

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) will den Elektrofahrzeug-Anteil bei ihren PKWs und Kleintransportern bis Ende 2020 auf 75 Prozent erhöhen. Zur Untersuchung im Praxiseinsatz wurden nun eine vollelektrische Kleinkehrmaschine sowie ein vollelektrisches Kehrichtsammelfahrzeug in Betrieb genommen.

Die vollelektrische Kleinkehrmaschine “Urban Sweeper S2.0” verfügt über eine Batteriekapazität von 54 Kilowattstunden und kann damit bis zu acht Stunden im Stadtgebiet unterwegs sein. Dank eines Schnelladegeräts kann sie innerhalb von zweieinhalb Stunden wieder aufgeladen werden.

Bei dem vollelektrischen Kehrichtsammelfahrzeug “e-Vario” handelt es sich um einen zu einem E-Fahrzeug umgebauten konventionellen “Mercedes-Benz Vario”. Das Fahrzeug hat eine Batteriekapazität von 80 Kilowattstunden, welche eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern ermöglicht und in weniger als vier Stunden geladen werden kann. Unterstützt wurde die Beschaffung der “S2.0” und des “e-Varios” durch das Förderprogramm “Saubere Luft” des Bundes.

Bisher verfügt die BSR bei den PKWs über einen Elektrofahrzeug-Anteil von 35 Prozent, bei den Kleintransportern beträgt er 25 Prozent. Auch in anderen Fahrzeuggruppen sollen in den kommenden Jahren mehr Elektrofahrzeuge eingesetzt werden. So ist für 2019 der Erwerb eines vollelektrischen Abfallsammelfahrzeugs vorgesehen, der durch das Berliner Förderprogramm „BENE“ unterstützt wird. Dazu fahren etwa die Hälfte der rund 330 Müllfahrzeuge mit Gas, welches in der eigenen Biogasanlage in Ruhleben aus der Vergärung von Bioabfällen gewonnen wird.

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