Erste geschützte Mobil- und Bergekrane für die Bundeswehr

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Das Bergekranfahrzeug G-BKF eignet sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen. (Foto: BS/Liebherr)

Die Liebherr-Werk Ehingen GmbH hat im Februar die ersten Mobil- und Bergekrane des aktuellen Großauftrages der Bundeswehr ausgeliefert. Im Juni 2017 hatte das Unternehmen vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Auftrag über die Lieferung von insgesamt 71 geschützten Mobil- und Bergekranen im Wert von rund 150 Millionen Euro erhalten.

Der Auftrag umfasst die Lieferung von 33 geschützten Bergekranfahrzeugen mit der Typenbezeichnung G-BKF und 38 Mobilkranen G-LTM. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz der Besatzungen: Alle Fahrzeuge werden mit geschützten Fahrerhäusern und geschützten Krankabinen aus dem Hause Rheinmetall ausgestattet. Die Lieferungen sollen bis 2021 abgeschlossen sein.

Das Bergekranfahrzeug G-BKF ist ein geschütztes Bergekranfahrzeug auf einem seriennahen vierachsigen Mobilkran-Fahrgestell. Es ist geländegängig und wendig. Mit zwei Bergewinden und einer Abschleppbrille am Fahrzeugheck eignet es sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen, wie z.B. der neuen Generation geschützter Führungs- und Funktionsfahrzeuge, geschützter Transportfahrzeuge, Wechselladerfahrzeuge sowie bereits in Nutzung befindlicher Radfahrzeuge unter Schutz des Bedienpersonals. Das G-BKF lässt sich flexibel und wirtschaftlich einsetzen, da es sowohl zum Bergen von Fahrzeugen als auch zum Heben von Lasten ausgerüstet ist. Mit einem 20,9 Meter langen Teleskopausleger setzt das G-BKF Lasten bis zu 20 Tonnen Gewicht um.

Der geschützter Mobilkran G-LTM ist ein seriennaher vierachsiger Mobilkran mit geschütztem Fahrerhaus und geschützter Krankabine. Sein “All-Terrain”-Fahrgestell verfügt über die Chassis- und Antriebstechnologie, die auch in schwierigem Gelände für ein gutes Handling sorgt. Er hat einen 35,7 Meter langen Teleskopausleger und eine Bergewinde am Fahrzeugheck. Im Auftragsvolumen der Bundeswehr sind 17 Geräte mit 8,4 Tonnen Gegengewicht (“schwere Mobilkranfahrzeuge”) und 21 Geräte mit 22,5 Tonnen Gegengewicht (“überschwere Mobilkrane”) enthalten.

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