Neue Generation von IFF-Systemen für Schiffe

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Schematische Darstellung des Freund-Feind-Erkennungssystems "NESIS 4000". (Grafik: BS/Hensoldt)

Das Sensorhaus Hensoldt hat ein Produkt entwickelt, das eine neue Generation militärischer Freund-Feind-Erkennungssysteme (IFF) für moderne Kriegsschiffe darstellt. “NESIS 4000” ist dank der hochmodernen AESA-Radartechnologie (“Active Electronically Scanned Array”) mit elektronischer Strahlschwenkung leistungsfähiger als herkömmliche Systeme.

Mit dieser Technologie lässt sich der Radarstrahl elektronisch steuern, so dass keine mechanisch rotierende Antenne auf dem Schiffsmast mehr erforderlich ist. Das erste Gerät wird noch vor Ende des Jahres an den Erstkunden ausgeliefert.

Der Wegfall einer rotierenden Antenne am höchsten Punkt eines Schiffs zugunsten einer nicht rotierenden Ausführung mit ringförmig angeordneten Feldern an einer tiefer gelegenen Stelle des integrierten Schiffsmasts bewirkt eine deutliche Reduzierung der Rückstrahlfläche und Infrarotsignatur des Schiffs. So sichert die neue Technologie nicht nur eine höhere Überlebensfähigkeit der Schiffe, sondern sorgt darüber hinaus für größere Flexibilität und damit Kosteneinsparungen bei deren Konstruktion.

Darüber hinaus steigert die AESA-Technologie die Leistungsfähigkeit des Radars, bei gleichzeitiger Verbesserung der Aktualisierungsrate. Im Vergleich mit herkömmlichen Systemen lassen sich Ziele und Bedrohungen so deutlich schneller identifizieren, während die Reichweite des Radars auf 200 Seemeilen rund um das Schiff vergrößert wird.

Hensoldt liefert Flugverkehrskontroll- und Identifizierungssysteme für militärische und zivile Zwecke an Kunden auf der ganzen Welt. Das “MSSR-2000-I”-Sekundärradar wird von den Seestreitkräften in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien, Chile, Norwegen und Finnland zur militärischen Freund-Feind-Erkennung eingesetzt.

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