EU verordnet sich Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit

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Per Verordnungsentwurf hat das EU-Parlament ein Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit auf den Weg gebracht. (Foto: Cédric Puisney, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Um sich besser gegen Gefahren durch Cyber-Angriffe aufzustellen, will die Europäisches Union ein Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit in Industrie und Forschung sowie ein ergänzendes Koordinierungsnetzwerk einrichten. Dafür hat das EU-Parlament einen Verordnungsentwurf beschlossen.

Ziel ist die Verbesserung der Abwehrfähigkeit in der Union und die Sensibilisierung zur Informationssicherheit. Dazu soll die Wettbewerbsfähigkeit bei Produkten und Dienstleistungen im Bereich Cyber-Sicherheit gestärkt werden. Die Nutzung von Angeboten “made in Europe” soll gefördert und damit die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern von Digitaltechnologien eingedämmt werden.

Das geplante Kompetenzzentrum soll sichere Entwicklungsverfahren, Verfahren für Sicherheitsprüfungen und Zertifizierungen vorantreiben. Hersteller und Lieferanten sollen angehalten werden, über die Lebensdauer von Produkten Sicherheitsupdates zur Verfügung zu stellen. Mit der europäischen Cyber-Sicherheitsagentur ENISA soll das neue Gremium eng zusammenarbeiten.

Kein Sitz festgelegt

Das Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit soll Mittel aus dem Forschungsrahmen Horizont Europa, dem Europäischen Verteidigungsfonds sowie dem geplanten Programm Digitales Europa mit Schwerpunkten in KI, Hochleistungsrechnern und Cyber-Sicherheit erhalten. Zudem sollen die Mitgliedstaaten freiwillig Beiträge zur Deckung der Betriebskosten leisten. Ein eigenes festes Budget ist nicht vorgesehen. Wo die Institution ihren Sitz haben soll, muss noch geklärt werden. wort

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