Hessen führt Taser landesweit ein

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Bei der hessischen Polizei werden Distanzelektroimpulsgeräte künftig landesweit im Einsatz sein. (Foto: HMDIS)

In Hessen erhält jedes der sieben Polizeipräsidien fünf Distanzelektroimpulsgeräte. Das gab Innenminister Peter Beuth (CDU) bekannt. Vorausgegangen war ein entsprechendes Pilotprojekt, das nun erfolgreich abgeschlossen wurde.


Der Wiesbadener Ressortchef sagte dazu: “Der Taser ist in vielen Fällen die mildere Variante der Schusswaffe und stellt eine sinnvolle Ergänzung der Ausrüstung unserer Schutzleute dar.” Während der Testphase habe sich der hohe präventive Effekt des Einsatzmittels nochmals verdeutlicht. Oftmals habe bereits die Androhung der Taser-Nutzung zu einer Deeskalation der Lage geführt. “Der Einsatz der Waffe ist sinnvoll und hilfreich, kann möglicherweise Leben schützen und unsere Polizeikräfte vor gefährlichen Situationen bewahren.” Aus diesem Grunde erfolge nun die landesweite Ausstattung.

Elf Anwendungen während Pilotzeitraums

Im Rahmen des Pilotprojektes hatten seit März 2017 zunächst Beamte des Überfallkommandos in Frankfurt und ab Ende Juni 2017 auch die Kollegen eines Offenbacher Polizeireviers die Waffe getestet. In diesem Zeitraum wurde der Taser elf Mal eingesetzt. Voraussetzung für die Nutzung des Distanzelektroimpulsgerätes ist eine vorherige Schulung. Auch kommt es nur in Situationen zum Einsatz, in denen ein oder mehrere Polizeibeamte den Taser-führenden Kollegen absichern und die getroffene Person anschließend fixieren.


Neben der Ausstattung mit Tasern erhalten Hessens Polizisten momentan 10.000 neue Schnittschutzschals zur besseren Absicherung gegen Messerattacken. Mehr als die Hälfte davon wurde bereits an die Beamten ausgeliefert.

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