Regierungsmessenger in Frankreich gestartet – und sofort gehackt

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Dem Hacker Baptiste Robert gelang es, den kurz zuvor freigeschalteten Messengerdienst der französischen Regierung, der von Regierungsmitgliedern genutzt werden sollte, zu infiltrieren. (Foto: TeroVesalainen, pixabay.com)

Die französische Regierung hat in der vergangenen Woche einen Messengerdienst vorgestellt, der Mitgliedern der Regierung als Alternative zu WhatsApp und Telegram zur Verfügung stehen soll.

Das Vorhaben wurde bereits Anfang 2018 vorgestellt und soll für mehr Sicherheit in der Kommunikation der Regierung sorgen. Der “Tchap” getaufte Messenger nutzt hierzu den als sicher geltenden Chatserver Matrix, der alle Nachrichten auf Ende-zu-Ende-Basis verschlüsselt, als technische Basis.

Allerdings wurde das Programm, welches eigentlich nur für Regierungsmitglieder und ihre Mitarbeiter nutzbar sein sollte, nur kurz nach der In-Dienst-Stellung von einem französischen Hacker infiltriert. Innerhalb einer Stunde nach dem Start der App gelang es dem Hacker Baptiste Robert, ein Nutzerkonto anzulegen, indem er die Endung des Elysee-Palastes an seine reguläre Mailadresse anhängte.

Die Regierung des Landes hatte allerdings Glück, denn Robert meldete seine Erkenntnisse nach kurzer Zeit, sodass die Entwickler die Sicherheitslücke schnell schließen konnten.

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