BMVg: “Die Trendwende Rüstung wirkt.”

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51 Radpanzer vom Typ GTK "Boxer" sollen dieses Jahr ausgeliefert werden. Gebaut wird er von dem ARTEC-Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall. (Foto: BS/Portugall)

Insgesamt 35 Milliarden Euro wurden seit 2014 für Investitionen in die Ausrüstung und Ausstattung der Bundeswehr freigegeben. Allein 90 Rüstungsprojekte davon waren sog. 25-Millionen-Vorlagen des BMVg. Alle Beschaffungsprojekte der Bundeswehr, deren Gesamtvolumen diese Summe übersteigt, bedürfen der gesonderten Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.

Dass die Agenda Rüstung mit ihren Kontrollmechanismen wirke, so das BMVg, zeigten bspw. die Beschaffungen der C-130J “Super Hercules” von Lockheed Martin, bei der Deutschland und Frankreich eine gemeinsame Staffel in Evreux betreiben wollen. Ebenso befinde sich die Multinationale MRTT-Flotte von Airbus im Plan. Diese Tankerflotte soll gemeinsam von Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Belgien und Luxemburg bereitgestellt werden. Die Auslieferung des ersten Flugzeuges ist im ersten Halbjahr 2020 vorgesehen. Ein weiteres Bespiel für ein großes Beschaffungsprojekt ist der Hubschrauber H145M von Airbus Helicopters für die Spezialkräfte. Der H145 konnte sich zusätzlich als Plattform im Wettbewerb für den neuen Rettungshubschrauber (LUH SAR) durchsetzen. Den Vertrag hierfür über sieben Hubschrauber hat die Bundeswehr 2018 geschlossen.

2019 sind u.a. 67 Schützenpanzer “Puma”, sieben Transportflugzeuge A400M und zehn Transporthubschrauber NH90 für die Auslieferung geplant. Beim Eurofighter werden fünf Flugzeuge und damit die letzten aus der aktuellen Tranche ausgeliefert. Beim Marinehubschrauber “Sea Lion” beginnt die Auslieferung mit vorgesehenen drei Fluggeräten. Die Marine erhält in 2019 auch eine Fregatte des Typs F125. Im Verlauf dieser Legislaturperiode sollen bspw. 33.500 Endgeräte moderner Funksysteme, 50.000 Schutzwesten, 34.500 neue Gefechtshelme und fast eine Million Kampfstiefelsätze beschafft werden.

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