Landesfeuerwehrschule erhält zweiten Standort

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Um künftig besser auf Waldbrandeinsätze vorbereitet zu sein, bekommt die Brandenburger Landesfeuerwehrschule einen zweiten Standort. (Foto: W. Broemme, www.pixelio.de)

Die brandenburgische Landesfeuerwehrschule (LSTE) wird in Wünsdorf einen zweiten Ausbildungsstandort in Betrieb nehmen. Dadurch sollen spezielle Lehrgangskapazitäten, etwa zur Bekämpfung von Waldbränden, erweitert werden. Bisher finden solche Schulungen in der Mark nur am bisherigen LSTE-Standort in Eisenhüttenstadt statt.


Die ersten Seminare in Wünsdorf sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Außerdem solle durch eine neue Richtlinie die Beschaffung modernerer technischer Komponenten durch die brandenburgischen Feuerwehren gefördert werden. Dazu gehörten unter anderem das geländegängige Einsatzfahrzeug TLF 500 vom Typ “Brandenburg”, Drohnen für die Lageerkundung sowie Systeme zur Wasserversorgung über lange Strecken, erläuterte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in Potsdam.
Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde ergänzte, dass sowohl private als auch kommunale Waldbesitzer nunmehr die Möglichkeit hätten, eine finanzielle Förderung für das Anlegen von Löschwasserentnahmestellen, Brand- und Katastrophenschutzwegen sowie Waldbrandschutzstreifen zu erhalten.

Frühwarnsystem weiterentwickeln

Des Weiteren ist vorgesehen, das märkische Früherkennungssystem “Fire Watch” zu modernisieren und die die Waldbrandzentralen an den Standorten Wünsdorf und Eberswalde zu zentralisieren. Bei Ausrufung der beiden höchsten Waldbrandgefahrenstufen vier und fünf sollen künftig zudem Forstbedienstete verstärkt Streife laufen. Unter anderem dafür werden in den Oberförstereien des Landes 36 zusätzliche Stellen geschaffen.
In Brandenburg kam es im vergangenen Jahr zu 512 Waldbränden auf einer Fläche von insgesamt 1.674 Hektar. In diesem Jahr waren es bisher 70 Brände auf 24,6 Hektar.

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