BMBF will bei KI mit Japan kooperieren

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Ihre erste Asienreise führte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nach Japan, wo sie mit einer Reihe gesellschaftlicher und politischer Akteure über eine Fortführung der bestehenden Kooperationen in Bildung und Forschung sprach. (Foto: BMBF)

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer Asienreise im Februar erste Gespräche zu einer möglichen Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit Japan geführt hat, hat auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek das asiatische Land besucht. Bei ihrer Visite Mitte April unterzeichnete sie mit Takuya Hirai, dem Staatsminister im Kabinettsbüro der japanischen Regierung, eine Absichtserklärung zur Erweiterung der bisherigen Zusammenarbeit in der Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI). Auch zum Austausch von Daten für Maschinelles Lernen tauschten sich die beiden Politiker aus.

Auch mit der Japan Science and Technology Agency (JST), mit der das BMBF bereits eine Kooperation pflegt, verständigte sich die Ministerin über eine Intensivierung dieser Zusammenarbeit mit besonderem Fokus auf die Forschungsfelder Künstliche Intelligenz, Batterieforschung, automatisiertes Fahren sowie Optik und Photonik. Dies vereinbarte sie mit dem Präsidenten der JST, Michinari Hamaguchi. Gemeinsam wolle man nun durch die Entwicklung von KI-Anwendungen dafür sorgen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft voranzutreiben.

Digitalisierung gemeinsam angehen


Um die grundlegenden globalen Veränderungen, die durch die Digitalisierung sowie die Entwicklung neuer Technologien bewirkt werden, ging es zudem in einem Gespräch mit dem japanischen Unterhausausschuss. Auch hier knüpfte Karliczek an die Agenda der Kanzlerin an und betonte die deutsche Bereitschaft, bestehende Kooperationen zu intensivieren sowie neue Projekte zu starten. Eine Möglichkeit für einen verbesserten Wissensaustausch sei demnach, japanische Gastwissenschaftler für einen begrenzten Zeitraum an deutschen KI-Kompetenzzentren arbeiten und forschen zu lassen.


Auf der Reise wurde aber nicht nur über zukünftige Zusammenarbeit gesprochen, sondern auch bereits bestehende Praxisbeispiele begutachtet. So besuchte die Ministerin die Tokyo Women’s Medical University, an der im deutsch-japanischen Gemeinschaftsprojekt “OCTmapp” für eine bessere Erkennung von Tumoren ohne Eingriff oder Strahlenbelastung geforscht wird.

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