Kein “Bring your own device” an Schulen

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Die Schulen sollen mittels des DigitalPakts modernisiert werden. Eine neue forsa-Umfrage gewährt Einblicke in die fehlende Digitalisierung an deutschen Schulen. (Foto: mozlase, pixabay.com)

34 Prozent der Schüler können derzeit auf Klassensätze an Tablets und Smartphones zugreifen. So das Ergebnis einer nun veröffentlichten forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes für Bildung und Erziehung (VBE). Angesichts dieser Zahl wird vielerorts ein “Bring your own device”-Ansatz verfolgt, dem der VBE jedoch eine klare Absage erteilt.

Insgesamt lassen 82 Prozent der Lehrkräfte ihre Schüler keine eigenen Tablets oder Smartphones im Unterricht nutzen – an fast allen Grundschulen (97 Prozent) und in rund der Hälfte der Gymnasien (47 Prozent). Für das Zulassen der Nutzung eigener Geräte sind für die Lehrkräfte insbesondere drei Argumente ausschlaggebend: die fehlende Bereitstellung digitaler Infrastruktur (31 Prozent), die hohe Verfügbarkeit der Geräte bei den Schülern (30 Prozent) und der Anspruch, eine moderne Form des Unterrichts anbieten zu wollen (29 Prozent).

Die Nutzung eigener Geräte sieht der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann jedoch kritisch: “Wir verstehen das Bemühen der Lehrkräfte, trotz fehlender Infrastruktur Medienkompetenz zu vermitteln und im Unterricht neue Anreize durch die Erweiterung des Methodenmix mittels digitaler Medien zu setzen. Der VBE setzt sich aber für die Unabhängigkeit des Bildungserfolgs vom sozio-ökonomischen Status der Eltern ein. Dies wird mit der Methode ‘Bring your own device’ konterkariert. Wenn 70 Prozent der Schulleitungen sagen, dass einzelne Kinder kein Gerät haben und die Hälfte sagt, dass die Gefahr des Mobbings steigt, darf das nicht ignoriert werden.”

Die forsa-Umfrage kann hier eingesehen werden.

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