Microsoft bessert beim Datenschutz nach

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Microsoft-Produkte sind Standard in den meisten Behörden. Ob die Nutzung datenschutzkonform möglich ist, stellen Experten in Frage. (Foto: Mike Mozart, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Microsoft will die Transparenz und die Kontrolle der Nutzer bezüglich der Übertragung von Daten verbessern. Das betrifft die Produkte Windows 10 und Office 365. Bisher unweigerlich vom Unternehmen erfasste Telemetriedaten sollen in die Kategorien “erforderlich” und “optional” eingeteilt werden.


Die Übertragung “optionaler” Daten, wie in Word eingefügte Bilder oder die Anzeigedauer von PowerPoint-Folien könne der Nutzer abschalten. Auf die “erforderlichen” Daten könne Microsoft zur Erbringung seiner Services aber nicht verzichten. Dazu gehören IP-Adressen und weitere Informationen zum Gerät sowie Begriffe in Suchanfragen. Zur Nutzung der Dokumentenablage und zur gemeinsamen Bearbeitung in der Office 365-Cloud sei die Erfassung persönlicher Daten weiterhin obligatorisch.

Allerdings soll die Dokumentation über die Datensammlung und -nutzung verbessert werden. In Zukunft soll zweimal jährlich ein Transparenzbericht veröffentlicht werden.

Microsoft lenkt beim Datenschutz ein, nachdem eine vom niederländischen Justizministerium in Auftrag gegebene Studie festgestellt hat, dass Office-Produkte gegen europäisches Datenschutzrecht verstießen. Zu einem ebenfalls kritischen Urteil kam auch die SiSyPHuS-Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik in Bezug auf Windows 10. Sowohl der Bundesbeauftrage für den Datenschutz als auch die EU-Datenschutzbehörde prüfen derzeit, ob ein rechtskonformer Einsatz von Microsoft-Produkten durch staatliche Stellen möglich ist.

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