“Lynx KF41”-Medientag

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Der Schützenpanzer "Lynx" KF41 auf dem Rheinmetall-Firmengelände in Unterlüß (Foto: BS/Portugall)

Ende vergangener Woche hatte Rheinmetall Defence internationalen Fachjournalisten die Gelegenheit geboten, auf dem Firmengelände im niedersächsischen Unterlüß den neuen Schützenpanzer “Lynx” KF41 (KF für Kettenfahrzeug) zu besichtigen. Während der Schützenpanzer “Puma”, ein Gemeinschaftsprodukt von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW), gerade an die Bundeswehr ausgeliefert wird, zielt der “Lynx” auf den Exportmarkt.


Der “Lynx” bildet eine modulare, mittelschwere Gefechtsfahrzeugfamilie, zu der neben der Schützenpanzer-Version u. a. auch ein Führungs- sowie eine Sanitätsversion gehören. Aktuell befindet sich diese Plattform auf drei Kontinenten im Wettbewerb.
Von geradezu “strategischer” Bedeutung ist der Bieterkampf um die Nachfolge des US-Schützenpanzers “Bratley”, der ursprünglich von FMC (früher Food Machinery Corporation) gebaut wurde, die sich heute im Besitz der BAE Systems Land & Armaments mit Sitz in Arlington/Virginia befindet. Schließlich handelt es sich bei den Vereinigten Staaten um den größten Rüstungsmarkt der Welt. Das Gesamtvolumen des Beschaffungsvorhabens wird auf 42 Milliarden US-Dollar geschätzt.


Zu diesem Zweck hat sich Rheinmetall mit dem US-Konzern Rytheon, dem zweitgrößten Rüstungsunternehmen der Welt, zusammengetan. Bereits auf dem Gebiet der mobilen, bodengebundenen Luftverteidigung arbeiten beide Firmen zusammen.
Die bekanntesten Mitbewerber in Amerika sind der US-Konzern General Dynamics mit dem “Griffin III”, der größte europäische Rüstungskonzern BAE Systems mit dem “Combat Vehicle (CV) 90” und der südkoreanische Konzern Hanwha Defense mit dem AS21 “Redback”).


In Europa tritt der “Lynx” an für die Nachfolge des amphibischen Schützenpanzers – noch aus sowjetischer Produktion – BMP-2 der tschechischen Landstreitkräfte. Aktuell handelt es sich dabei um eines der größten Rüstungsbeschaffungsvorhaben des Kontinents. Bis 2026 soll der Austausch stattgefunden haben.

Mitbewerber ist auch hier der CV90 von BAE Systems; außerdem der “Puma” von PSU, einem Joint Venture von KMW und Rheinmetall, sowie der ASCOD von General Dynamics European Land Systems (GDELS).

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