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Kanzlerin auf Truppenbesuch in Gao

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel besuchte Anfang Mai die drei westafrikanischen Staaten Burkina Faso, Mali und Niger, die alle drei gemeinsamen Grenzen zueinander haben. Die zweite Station ihrer Reiseroute in die bitterarme Sahel-Region führte sie ins nordmalische Gao. Dort unterstützen deutsche Soldaten unter Führung von Oberst Stefan Leonhard, dem Kontingentführer MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali), bei der Überwachung der Umsetzung des Friedensabkommens von Algier aus dem Frühjahr 2015 . So soll die Schaffung eines sicheren Umfeldes für die malische Bevölkerung unterstützt werden.

Aufgrund der generell angespannten Sicherheitslage wurde das Besuchsprogramm der deutschen Regierungschefin kurz gehalten und eng getaktet. Zunächst stand ein kurzer Besuch der Operationszentrale auf dem Programm. Hier laufen alle Informationen zu den einzelnen Missionen im Raum Gao zusammen. Ein stets aktuelles und umfassendes Lagebild ist Voraussetzung dafür, in jeder Situation die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Anschließend traf sich die Kanzlerin mit deutschen Kontingentsoldaten in der Halle, in der die Aufklärungsdrohnen vom Typ IAI “Heron 1” abgestellt werden. Dr. Merkel verwies in einer kurzen Rede auf den Grund ihres Besuches: “Wenn das nächste Mandat formuliert wird, müssen wir natürlich immer auch versuchen – und dafür ist mein Besuch hier wichtig –, sicherzustellen, dass wir wissen, was hier vor Ort vorgeht, und in dem großen Apparat der Vereinten Nationen, sage ich einmal, das Effizienteste herauszuholen.”

Sie dankte dem Kontingent für “die außerordentlichen Leistungen, die unter schwierigsten klimatischen und räumlichen Bedingungen erbracht” würden. Zudem würdigte sie den deutschen Beitrag an der UN-Militäroperation: “Die Mission ist schwierig und sicher die gefährlichste Mission”, welche die Bundeswehr aktuell fahre, so die Bundeskanzlerin. “Die Sicherheitslage verschlechtert sich gerade; das wurde in den Gesprächen mit den Präsidenten und Führern der G5-Staaten deutlich”, so Dr. Merkel weiter.

Die westafrikanische Staatengruppe “G5 Sahel” wurde Mitte Februar 2014 von den Staatschefs Burkina Faso, Malis, Mauretaniens, Nigers und des Tschads in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott gegründet – insbesondere vor dem Hintergrund der seit 2012 anhaltenden bürgerkriegsähnlichen Zustände in Nordmali. Die Gefahr von “scheiternden” oder gar “gescheiterten Staaten” besteht jedoch in der gesamten Sahel-Region. Erschwerend kommt das Machtvakuum im benachbarten Libyen hinzu.

Wichtig war der Kanzlerin bei ihrem Besuch in Nordmali das Gespräch mit den deutschen Kontingentsoldaten. Sie zeigte sich interessiert an den Lebensbedingungen im Camp Castor, dem Auftrag der Mission und den Sorgen und Nöten der Soldaten.

“Wir müssen verstehen, dass wir abgestufte Sicherheitskonzepte haben. Wir müssen das politisch begleiten. Das ist viel Arbeit, aber danke, dass Sie daran mithelfen.” Mit diesen Worten verabschiedete sich die Bundeskanzlerin von den deutschen Soldaten in Mali.

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