Schienen-Reaktivierung als neuer Trend?

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Warum immer neu bauen, wenn auch Reaktivierungen helfen könnten? Die Allianz pro Schiene stellt besagte Potenziale Zusammen mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen vor. (Foto: Capri23auto/www.pixabay.com)

“Der Eisenbahnverkehr ist stärker gewachsen als der Markt, obwohl das Schienennetz um knapp 6.000 Kilometer in den letzten 25 Jahren geschrumpft ist”, betonte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Dadurch habe sich eine Verkehrsverlagerung auf der Straße ergeben. Aber der Klimawandel und der Wunsch nach steigenden Fahrgastzahlen seitens der Bundesregierung sowie eine wachsende Nachfrage nach einer besseren Infrastruktur seitens der Bevölkerung könnten den Trend der Reaktivierung der stillgelegten Schienen befeuern.

Ein Streckennetz von 3.072 Kilometern, verteilt auf rund 186 verschiedene Strecken, hätten nach dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen und der Allianz pro Schiene Reaktivierungspotenzial. Dabei umfassen diese Strecken nicht nur den Schienenpersonennahverkehr, sondern ebenso den Güterverkehr oder Personenverkehr. Laut dem Geschäftsführer sei eine Verdopplung der Fahrgastzahlen ohne ein gut ausgebautes Schienennetz nicht möglich, so Flege bei der Pressekonferenz zur Reaktivierung der Schiene.

Deshalb die Forderung von Flege an den Bund: “Der Bund soll ein Reaktivierungsprogramm aufsetzen, mit dem er 100 Prozent der Kosten für die Reaktivierung übernimmt. Denn die stillgelegten Strecken befanden sich vorher hauptsächlich in Bundeshand. Die Länder wiederum sollten dann die Planungskosten tragen und sich mit den Kommunen vernetzen, weil diese die regionalen Begebenheiten am besten kennen.” Obwohl der Bundesverkehrswegeplan die Reaktivierung nicht vorsehe, könne so ein Programm durch den Haushalt und den Bundestag durchaus entschieden werden, erläutert der Geschäftsführer ferner.

Nähere Informationen über mögliche Strecken finden sich unter diesem Link.

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