Sicherheitsstrategien diversifizieren

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Allein mithilfe von Polizeipräsenz ist urbane Sicherheit nicht zu gewährleisten. Es braucht auch andere Maßnahmen, etwa städtebaulicher Natur. (Foto: Anne Garti, www.pixelio.de)

Kommunale Sicherheitsstrategien müssen künftig noch diversitätsorientierter ausgestaltet werden als bisher. Es komme darauf an, möglichst viele unterschiedliche Bedürfnisse und Werte einzubeziehen und sie damit anzuerkennen. Denn: Sicherheitsbedürfnisse und -wahrnehmungen verändern sich fortlaufend.

Darauf weist Niklas Creemers vom Deutschen Institut für Urbanistik hin. Gründe für diese ständige Veränderung seien die Zunahme gesellschaftlicher Vielfalt und die stärkere Fragmentierung der Gesellschaft. Damit einher gehe ein größerer Aushandlungsbedarf zwischen den unterschiedlichen Akteuren in Bezug auf gemeinsame gesellschaftliche Werte. Dies sei besonders stark in größeren Städten zu beobachten, so Creemers. Als kommunale Handlungsfelder für die Gewährleistung von Sicherheit identifiziert der Wissenschaftler neben Ordnungsmaßnahmen auch städtebauliche Aktivitäten, sozialräumliche Maßnahmen und Integrationsräume.

Sein Kollege Gabriel Bartl identifiziert mindestens vier Aspekte von Sicherheit und Diversität. Dazu gehören neben der öffentlichen Ordnung baulich-gestalterische Aspekte, Nachbarschaftlichkeit sowie Integration. Auch Bartl plädiert für mehr diversitätsorientierte Sicherheitsstrategien und meint: “Sicherheit und Vielfalt sind Querschnittsaufgaben.” Sie müssten von unterschiedlichen Behörden bewältigt werden.

Auch Dr. Tillmann Schulze von der EPB Schweiz AG verlangt eine integrale Betrachtung urbaner Sicherheit. Sie sei auch integraler Bestandteil der Stadtplanung und eine Verbundaufgaben, so Schulze auf dem Deutschen Präventionstag.

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