Kelber fordert Augenmaß bei Maßnahmen der IT-Sicherheit

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Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, sieht eine tiefgreifende IT-Sicherheit in der digitalen Welt als zwingende Voraussetzung an. Dennoch dürfe man sich aber nicht alle Freiheiten nehmen lassen. (Foto:BS/BfDI)

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Ulrich Kelber, hat im Rahmen seiner Eröffnungsrede auf dem 16. Deutschen IT-Sicherheitskongress des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die enge Verknüpfung von Datenschutz und IT-Sicherheit hervorgehoben.

Gerade mit Blick auf die neuen Herausforderungen der Digitalisierung wie z.B. Künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren oder der immer bedeutsamer werdenden Blockchain-Technologie nehmen Datenschutz und Datensicherheit eine immer wichtigere Rolle ein und sollten stets schon bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen mitgedacht werden, erklärte Kelber auf dem Kongress in Bonn-Bad Godesberg.
“Ich sehe Datenschutz und IT-Sicherheit als fortwährende Gestaltungsaufgabe, die uns alle angeht”, erklärte Kelber. “Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft. Alle müssen hierfür ihren Beitrag leisten.” Hierzu forderte er einen positiven Imagewechsel für IT-Sicherheit und Datenschutz. Um eine nachhaltige Sicherheit in der digitalen Welt gewährleisten zu können, müsse man die dazugehörigen Themen noch mehr “in die Köpfe” der Menschen bringen als bisher.

Nicht die Freiheit nehmen lassen

Der BfDI fand allerdings auch mahnende Worte im Hinblick auf die gesellschaftlichen Folgen von IT-Sicherheit. So dürfe man sich “nicht durch zu weitreichende Maßnahmen im Sicherheitsbereich unsere Freiheit nehmen lassen. Auch mit Blick auf mögliche gesetzgeberische Anpassungen plädiere ich daher immer für eine IT-Sicherheit mit Augenmaß. Um die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu wahren, müssen Datenschutz und IT-Sicherheit stets in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.”

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