Millioneninvestitionen in neue Stromaggregate

0
963
Damit Polizeien und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auch im Blackout-Fall weiterhin miteinander kommunizieren können, schaffen Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt nun sogenannte NEA-Boxen an. (Foto: benjaminnolte/www.fotolia.com)

Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt stecken in den kommenden Jahren 15 Millionen Euro in die Härtung des Digitalfunknetzes der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Es geht insbesondere um die Sicherstellung einer von öffentlichen Netzbetreibern unabhängigen, unterbrechungsfreien Stromversorgung für mindestens drei Tage. Dafür werden sogenannte NEA-Boxen erworben.

Dabei handelt es sich um Betonboxen mit eingebauten mobil-stationären Netzersatzanlagen auf der Basis von Dieselaggregaten. Diese Boxen können fernüberwacht und -gesteuert werden. In den nächsten fünf bis sieben Jahren können laut dem nun geschlossenen und zuvor europaweit ausgeschriebenen Rahmenvertrag rund 500 dieser Boxen beschafft werden. Allein für Niedersachsen sollen es etwa 300 Stück im Gesamtwert von circa zehn Millionen Euro sein. Die Boxen sollen dazu beitragen, die Kommunikationsfähigkeit der BOS von Bund und Ländern auch bei Blackouts, zum Beispiel nach Unwettern, aufrechtzuerhalten.

Stephan Manke, Staatssekretär im Hannoveraner Innenministerium, sagte dazu: “Wenn es in Niedersachsen tatsächlich zu einem Blackout kommen sollte, müssen wir gut vorbereitet sein.” Das gelte insbesondere für die BOS. “Mit dem jetzt vereinbarten Schritt haben wir einen weiteren wesentlichen Meilenstein zur Erhöhung der Verfügbarkeit des BOS-Digitalfunks erreicht.” Und das gerade auch für echte Krisenzeiten, so Manke weiter.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here