Kein bundeseigenes Lagebild vorhanden

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Erläuterte die Kostenteilung im Bereich der Kampfmittelräumung: Paul Fietz aus dem Vorstand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. (Foto: BS/Feldmann)

Der Bund hat kein eigenes, flächendeckendes Lagebild zur Kampfmittelbelastung auf Flächen in Deutschland. Denn die Beseitigung von Munition, Granaten, Bomben und anderen Kampfmitteln ist vorrangig Aufgabe der Bundesländer. Der Bund übernehme nur einen Teil der Kosten auf nicht ihm selbst gehörenden Flächen, erläuterte Paul Fietz, Vorstandsmitglied der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Er wolle jedoch einen besseren Überblick erhalten.

Der Bund trage nur die Entsorgungskosten ehemals reichseigener Munition auf nicht bundeseigenen Flächen. Für den Rest müssen die jeweils betroffenen Bundesländer aufkommen. Auf ihm selbst gehörenden Flächen trage der Bund hingegen alle entsprechenden Kosten, unabhängig von der Herkunft der Kampfmittel, so Fietz.

Gunther Adler, Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, wiederum plädierte für bundeseinheitliche Standards im Bereich der Kampfmittelräumung und -beseitigung. Zudem brauche es eine Harmonisierung des Baurechts, bei der Eitelkeiten der einzelnen Bundesländer zurücktreten müssten.

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