Wohnungsnahe Elektrotankstellen

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Das Pilotprojekt in Jena soll Mietern individuelles Laden ihrer Elektroautos ermöglichen. (Foto: distel2610, pixabay.com)

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck wollen Mietern in Mehrfamilienhäusern die Chance auf eine Ökostrom-Tankstelle in Wohnungsnähe eröffnen. Dazu haben sie gemeinsam mit den drei größten Wohnungsgesellschaften in Jena – Jenawohnen, der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss und der Heimstätten Genossenschaft – das Pilotprojekt “Heimkommen und Auftanken” aufgelegt.

Mieter, die bereits ein Elektroauto fahren oder bald eins kaufen möchten, sollen dafür eine persönliche Lademöglichkeit auf einem nahe gelegenen Parkplatz des jeweiligen Vermieters erhalten. Die Stadtwerke übernehmen die Kosten für das Errichten der Ladepunkte. Für die Nutzung des Elektroparkplatzes zahlt der Mieter eine reduzierte Gesamtpauschale. Zudem willigt er ein, im Rahmen des Pilotprojekts Auskunft über sein Ladeverhalten zu geben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen Basis für weitere Maßnahmen sein, die Elektromobilität dauerhaft für Mieter verfügbar zu machen.

Das Projekt ist Teil der städtischen Initiative “Elektromobilität Jena 2030”, mit der die Stadt sich zum Ziel gesetzt hat, dass im Jahr 2030 mindestens 10.000 Elektroautos in Jena unterwegs sein sollen. “Wir betreten gemeinsam Neuland, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen: Wie reagieren Mieter auf ein neues Angebot? Nehmen sie es an und widmen sich dem Thema Fahren mit Strom? So wollen wir neue Dienstleistungen entwickeln, Elektromobilität in den Alltag der Jenaer Mieter zu integrieren – und zwar dauerhaft und für alle”, sagt André Kliem, Leiter des städtischen Projektes „Elektromobilität Jena 2030“.

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