Bremer Finanzressort will von Erfahrung der Banken profitieren

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Vereinbarten eine enge Zusammenarbeit von Banken und öffentlichem Sektor in Digitalisierungsfragen zwischen Freier Hansestadt Bremen, Bank-Verlag und der Governikus KG: Michael Eichler, Geschäftsführer des Bank-Verlags, Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Finanzstaatsrat Hans-Henning Lühr und Dr. Stephan Klein, Governikus KG (v.l.n.r.). (Screenshot: Senatorin für Finanzen Bremen)

Der Bremer Staatsrat bei der Finanzsenatorin und Vorsitzende des IT-Planungsrates, Hans-Henning Lühr, hat im Mai mit dem Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Andreas Krautscheid, sowie den Geschäftsführern von Bank-Verlag, Michael Eichler, und Governikus, Dr. Stephan Klein, einen intensiven Informationsaustausch zwischen den beiden Branchen vereinbart. Zentrale Informationen sollen dabei vor allem im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ausgetauscht werden, wie es eine Reihe von EU-Ländern bereits vormachen. Vorrangiges Ziel einer solchen Zusammenarbeit sei es im Regelfall, zum Nutzen der Bürger und Kunden entsprechende Infrastrukturen in beiden Branchen gleichermaßen zugänglich zu machen. Ziel ist es, so möglichst nutzerfreundlich und weitreichend die Digitalisierung voranzutreiben.

Am vergangenen Donnerstag trafen sich der Vorsitzende des IT-Planungsrates, Staatsrat Hans-Henning Lühr, und der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Andreas Krautscheid, sowie die Geschäftsführer des Bank-Verlags, Michael Eichler, und Governikus, Dr. Stephan Klein, um sich über mehrere Digitalisierungsthemen und Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Vereinbart wurde die Fortsetzung des Gespräches in einem erweiterten Kreis. “Diese Initiative kommt genau zur richtigen Zeit, da beide Branchen ähnliche Herausforderungen haben. Wichtig ist, die Gespräche nun mit möglichst allen relevanten Beteiligten fortzusetzen”, erklärte Krautscheid zu der Vereinbarung. Hans-Henning Lühr sieht das Ausland als Vorbild:

“Wenn in anderen EU-Staaten erfolgreich mit Banken und Sparkassen beim E-Government zusammengearbeitet wird, sollten wir die guten Erfahrungen auch in Deutschland als Vorbild nutzen.” Denn in den Ländern, wo Kreditwirtschaft und Public Sector kooperieren, seien laut einem gemeinsamen Statement sowohl die Nutzungszahlen als auch die Akzeptanz der Nutzer für die entsprechenden Online-Angebote deutlich höher als hierzulande. So weise etwa in Dänemark die Nutzung von E-Government ebenso wie Online-Banking eine Quote von rund 90% auf, während es in Deutschland bei beiden Diensten nur rund 50% der Bürger seien.

Dritter Teilnehmer an der neuen Kooperation wird der Bremer Anbieter von digitaler Transaktionssoftware Governikus. Deren Software ist bereits in allen Bundesländern sowie im Bund im Einsatz, während das Unternehmen gleichzeitig schon eine Weile mit dem Bank-Verlag auf operativer Ebene zusammenarbeitet.  Im Blickpunkt stehen hier vor allem die Nutzerfreundlichkeit, aber auch die Sicherheitsaspekte, erklärt Dr. Stephan Klein: “Die Anforderungen an das Sicherheitsniveau bei Online-Angeboten sind sowohl in der Kreditwirtschaft als auch im Public Sector als gleichermaßen und sehr hoch einzustufen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die gegenseitige Nutzung digitaler Angebote”. Governikus entwickelt und pflegt u.a. für Bund und Länder eine Reihe von Softwarelösungen, die sowohl für sichere eID-, Transport- und Signaturinfrastrukturen flächendeckend im Public Sector sowie der Justiz im Einsatz sind.

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