Sachsen reformiert Polizeiausbildung

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Auch die Absperrung von Tatorten (Foto) ist Teil der Polizeiausbildung. In Sachsen wird diese nun reformiert. (Foto: Falk Jaquart, www.pixelio.de)

Bei der sächsischen Polizei wird es künftig eine neue Direktion Aus- und Fortbildung geben. Dort werden die Zuständigkeiten der Polizeifachhochschule, der drei Polizeifachschulen im Freistaat sowie der Fortbildungseinrichtung zentralisiert und gebündelt. Zum 1. August wird zudem ein Aufbaustab zur Neustrukturierung der Aus- und Fortbildung bei der Landespolizei eingerichtet.

Des Weiteren wird eine Überarbeitung der Studien- und Ausbildungsinhalte vorgenommen. Angewendet werden sollen die reformierten Studieninhalte dann ab Herbst kommenden Jahres. Dabei geht es insbesondere um eine stärkere Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die stärkere Berücksichtigung der Bedeutung von Medien und Öffentlichkeit. Außerdem soll die IT-Infrastruktur im Rahmen eines Konzeptes “Digitaler Campus 4.0” verbessert werden. Auch ist eine Überprüfung des Auswahlverfahrens für den Beruf des Polizeibeamten vorgesehen. Neben der fachlichen Eignung sollen in Zukunft auch Haltung und Charakter eine größere Rolle bei der Rekrutierung spielen.

Außerdem soll die anwendungsbezogene Forschung an der Polizeifachhochschule durch die zeitnahe Bildung eines Instituts für Polizei- und Sicherheitsforschung gestärkt werden. Und die Polizeifachhochschule erhält eine neue Leitung. Carsten Kaempf folgt Anfang Juli als Rektor auf Thomas Boltz. Dieser hatte den Posten in den letzten sechs Monaten inne und kehrt auf eigenen Wunsch als Abteilungsleiter und zugleich Vertreter des Präsidenten ins Polizeiverwaltungsamt in Dresden zurück. Der neue Rektor Kaempf wird von zwei Prorektoren und einem Leitungsstab unterstützt.

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