OZG-Umsetzung im Zeitplan

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Die OZG-Umsetzung mag im zeitlichen Rahmen herausfordernd sein, aber der Zeitplan werde weiterhin eingehalten, so das Bundesinnenministerium. (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG) sei weiterhin im Zeitplan, heißt es seitens des Bundesinnenministeriums (BMI). Alle 14 Themenfelder für die circa 575 Leistungsbündel, die bis Ende 2022 digital angeboten werden sollen, hätten mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen. Um die Nutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen und für alle Akteure einen möglichst hohen Mehrwert zu schaffen, würden Nutzer der erarbeiteten Leistungen in den Digitalisierungslaboren eng und kontinuierlich eingebunden. In den Planungsphasen der nun gestarteten 25 Digitalisierungslabore soll geprüft werden, in welcher Form und auf welchem Niveau die Leistungen bereits digital verfügbar sind.

Wenn eine Leistung im Labor nutzerorientiert erfasst wird, arbeitet dieses unter Nutzung agiler Methoden, insbesondere Design Thinking, und setzt sich aus einem interdisziplinären Team wie Entwicklern, Rechtsexperten und Service-Designern zusammen. Das Ziel der Labore ist es, digitale Lösungen zu konzipieren und in einem Konzeptpaket zu bündeln, welches den Ländern die Möglichkeiten der Nachnutzung ermöglichen soll. Hierfür werden im Föderalen Informationsmanagement (FIM) Datenfelder und Prozesse (Ablaufdiagramme) definiert und hinterlegt. Auch ein detaillierter Umsetzungsplan für die weitere Themenfeldbearbeitung ist Ergebnis der Laborarbeit. Um den Prozess so nutzerorientiert wie möglich zu gestalten, werden auch gegebenenfalls erforderliche Gesetzesänderungen thematisiert. Ziel ist es für erste (priorisierte) Leistungen bereits 2019 einen „Go-Live“ zu erreichen (d. h. die Leistung für Nutzer freizuschalten), so zum Beispiel im Themenfeld Umwelt.

In den Digitalisierungsprozess bezieht das BMI vor allem Kommunen mit ein, weil diese die Herausforderungen der Prozesse und Formulare im Alltag kennen, erklärte Ernst Bürger, Unterabteilungsleiter DG II im BMI. Zudem stocke das BMI kontinuierlich sein Personal für die OZG-Umsetzung auf: So sind neue Stellen im Haushalt geschaffen und auch schon ausgeschrieben worden.

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