Gefechtsfeld der Zukunft

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War in Bonn ausgestellt: das unbemannte Kettenfahrzeug „THeMIS“ des estnischen Unternehmens Milrem Robotics (Foto: BS/Portugall)

Dass der künftige Luftkrieg komplett vernetzt und unter Einsatz ganzer Drohnenschwärme geführt werden wird, zeichnet sich schon länger ab. Diese revolutionäre Entwicklung macht aber auch nicht vor Landoperationen der Zukunft halt.

Das machte gestern der estnische General a.D. Riho Terras am zweiten Tag des DWT-Forums „Unbemannte Systeme“ in Bonn sehr anschaulich deutlich. Als Vertreter der Firma Milrem Robotics aus Tallin stellte er – auf Deutsch (!) – das Unmanned Ground System (UGS) „THeMIS“ vor, das äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kleinstpanzer „Goliath“ der Wehrmacht hat.

„Die Killerroboter kommen“, warnte General Terras eindrücklich. Während im Westen noch über dieses Thema nachgedacht werde, würden Russen und Chinesen solche Systeme bereits einführen. Das russische Zehn-Tonnen-Ungetüm „Uran 9“ soll bereits im syrischen Bürgerkrieg getestet worden sein.

In einem kurzen Film zeigte Terras das unbemannte Kettenfahrzeug mit einem Gesamtgewicht von 1,5 Tonnen im Einsatz: Von diesem ferngelenkten UGS aus startete plötzlich eine Minidrohne zur Zielidentifikation. Nachdem diese erfolgt war, eröffnete die auf dem „THeMIS“ montierte 50mm-Waffenanlage der norwegischen Kongsberg Gruppe das Feuer, um das aufgeklärte Ziel zu bekämpfen.

Angedacht sei, dass künftig ein bemannter Kampfpanzer beim taktischen Vorrücken von mehreren unbemannten Kettenfahrzeugen umgeben sei, mit denen er digital vernetzt und diese damit von ihm steuerbar sind.

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