Noch ein weiter Weg zur “Vision Zero”

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Der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Prof. Dr. Walter Eichendorf, sieht die "Vision Zero" auf den Straßen hierzulande noch nicht erreicht. (Foto: DVR)

Angesichts wieder steigender Unfallzahlen bei Radfahrern und Fußgängern ist Deutschland noch deutlich entfernt vom Erreichen der “Vision Zero”, dem Absenken der Zahl der Verkehrstoten auf null. Das unterstrich der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Prof. Dr. Walter Eichendorf.

Hinzu kommt, dass vorläufige Daten des Statistischen Bundesamtes für das vergangene Jahr eine Steigerung der Zahl der tödlich Verunglückten auf den hiesigen Straßen zeigen. Das musste der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Guido Beermann, einräumen. Eichendorf jedenfalls ist überzeugt: “Um die “Vision Zero” zu erreichen brauchen wir einerseits die Überzeugung der Menschen. Andererseits ist auch eine Überwachung des Straßenverkehrs notwendig.” Dies seien zwei Seiten einer Medaille, die untrennbar zusammengehörten. Und er ist sich sicher, dass Fahrerassistenzsysteme, wie etwa Notbremsassistenten, Leben retten und die Zahl der Verkehrstoten verringern.

Auch international Anstieg zu verzeichnen

Dr. Hans Michael Kloth vom International Transport Forum der OECD betrachtet die Verkehrssicherheit als eine globale Herausforderung. Weltweit habe es 2015 1,25 Millionen Verkehrstote gegeben. Im vergangenen Jahr seien es bereits 1,35 Millionen gewesen. Weltweit betrachtet sei der Verkehr der achtgrößte Killer. Gleichwohl verlangte Kloth, sich bei der Messung von Verkehrssicherheit von der reinen Fokussierung auf die Zahl der im Straßenverkehr Gestorbenen zu lösen.

Prof. Dr. Peter König von der Hochschule Trier verlangte, den Menschen in den Mittelpunkt jeglicher Verkehrssicherheitsarbeit zu stellen. Ebenso wichtig sei die räumliche Trennung unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer. Dadurch würden Konflikte vermieden. Und das sei Grundlage jeder Verkehrssicherheitsarbeit, so der Wissenschaftler.

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