Wieder mehr Badetote in Deutschland

0
1228
Die Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) konnten zwar viele Personen vor dem Ertrinken bewahren. Dennoch stieg die Zahl der Badetoten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 100 auf 504 Personen an. (Foto: DLRG)

Im vergangenen Jahr sind in deutschen Gewässern mindestens 504 Personen ertrunken. 2017 waren es noch “nur” 404 gewesen. Die meisten Opfer (435) waren in Flüssen, Bächen, Seen und Kanälen im Binnenland zu beklagen. Das entspricht einem Anteil von 86 Prozent, hieß es von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Besonders gefährlich waren unbewachte Badestellen und Gewässer.

Weitere 25 Menschen starben in Nord- und Ostsee. 29 Opfer gab es in Frei-, Hallen- oder Naturbädern. Hier ist gegenüber 2017 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Damals ertranken an diesen Orten “nur” zwölf Menschen. Unter den 504 Badetoten im letzten Jahr waren 33 Flüchtlinge. 203 der Opfer waren mindestens 55 Jahre alt und mehr als 80 Prozent waren männlich. Zwei Personen kamen 2018 beim Baden in privaten Swimmingpools ums Leben. Es starben auch elf Kinder im Grundschul- und 15 im Vorschulalter.

Regional betrachtet waren die meisten Opfer in Bayern (89) zu verzeichnen. Auf den weiteren Plätzen folgen Nordrhein-Westfalen mit 63 Badetoten, Baden-Württemberg mit 62 und Niedersachsen mit 61. Die DLRG, deren Helfer im vergangenen Jahr mehr als zehn Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet haben, bietet allen Kommunen die Erstellung von Gefahrenanalysen für Badestellen im Binnenland an. Die Gemeinden nähmen dieses Angebot bisher jedoch kaum an. So seien 2018 nur sieben derartige Gutachten bundesweit erstellt worden.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here