Smartphones für Nordrhein-Westfalens Polizei

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Im Rahmen eines Pilotprojektes erhalten zunächst die Beamten dreier Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen besonders robuste IPhone. Die landesweite Ausbringung von insgesamt 20.000 Geräten ist vorgesehen. (Foto: Mingo Hagen, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Bei der nordrhein-westfälischen Polizei wird ein Pilotprojekt zur flächendeckenden Einführung von Smartphones stattfinden. Beteiligt sind zunächst Beamte der Dortmunder Polizei sowie aus den Kreispolizeibehörden Wesel und Recklinghausen. Die Geräte sollen in der Praxis zunächst zwei Monate lang getestet werden.

Ausgeliefert werden die Geräte, bei denen es sich um besonders robuste IPhone 8 handelt, schrittweise ab September. Bis zum Frühjahr kommenden Jahres sollen alle Behörden mit insgesamt 20.000 Smartphones ausgerüstet werden. Zugang wird dann jeder Polizist in Nordrhein-Westfalen haben, entweder als persönliche Ausstattung oder im Rahmen einer Pool-Lösung. Auf den Geräten stehen zunächst drei spezielle Applikationen zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen Messenger-Dienst, eine Auskunts-App, die einen Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand ermöglicht, sowie einen Dokumenten-Scanner. Dieser nutzt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einlesen von Personalausweisen, Führerscheinen oder Auto-Kennzeichen.

Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte zu dem Pilotprojekt: “Damit werden wir im Bereich der mobilen Kommunikation die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands sein. Wir bringen die Technik an den Einsatzort und nicht den Einsatzort zur Technik.” Es würden Synergien geschaffen und Beamte entlastet, so der Ressortchef weiter. Und Reul kündigte an: “Nach und nach werden wir weitere Anwendungen entwickeln, um die Digitalisierung der Polizei voran zu treiben. Das Smartphone wird so schnell eines der zentralen technischen Geräte innerhalb der Polizei werden.” Nächste Schritte sollten die komplett digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle sowie die Identifikation von Personen durch ihren Fingerabdruck sein. Bis 2022 wird Nordrhein-Westfalen rund 50 Millionen Euro in die mobile Kommunikation der Polizei investieren.

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