Zentrum für Softwarekompetenz in Dienst gestellt

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Organigramm der neuen Dienststelle (Grafik: ZSwKBw)

Ende Mai wurde am Standort Euskirchen das neue Zentrum für Softwarekompetenz der Bundeswehr (ZSwKBw) offiziell mit einem feierlichen Appell in Dienst gestellt. Es ist Teil des jüngsten militärischen Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum (CIR).

Generalmajor Dr. Michael Färber, Kommandeur des Kommandos Informationstechnik der Bundeswehr (KdoITBw), übertrug vor rund 150 geladenen Gästen aus Politik, lokaler Wirtschaft und Militär das Kommando des neuen Zentrums an Oberst Peter Hillermann. Der neue Kommandeur ist von Hause aus Fernmelder. Das ZSwKBw soll vom nordrhein-westfälischen Euskirchen aus die Digitalisierung der Bundeswehr mit vorantreiben.

Mit insgesamt knapp 350 Dienstposten nimmt das neue Zentrum seine Arbeit auf. Schon seit April sind die militärischen und zivilen Angehörigen auf dem Campus Flamersheim in der ehemaligen Lederfabrik aktiv. Die Räumlichkeiten sind bereits bezogen und das Wappen (s.o.) wurde auch schon angebracht.

Außerdem sind Teile des Zentrums in der Liegenschaft der Generalmajor-Freiherr-von-Gersdorff-Kaserne untergebracht. Zwei Außenstellen sind in Dresden und Munster sowie ein Verbindungselement im Bundeswehr eigenen “Cyber Innovation Hub” in Berlin angebunden.

Auftrag dieses Zentrums ist die Neu- und Weiterentwicklung der bestehenden Software-Landschaft der deutschen Streitkräfte. Insgesamt vier Fachabteilungen analysieren, erstellen und zertifizieren Software-Produkte, damit die Soldaten auch im Einsatz immer neue und erprobte Anwendungen zur Verfügung stehen.

Eine weitere Aufgabe ist das Beobachten von Trends auf dem internationalen Software-Markt, um innovative Ansätze für die Nutzer innerhalb der Bundeswehr zu finden.

“Auch die Kooperation mit internationalen Partnern wird ein wichtiger Teil unserer Arbeit sein”, betonte Oberst Hillermann. Der Diplom-Ingenieur sieht das Zentrum unter anderem als Innovationstreiber: “Mit unserer Expertise rund um das Thema Software können wir den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Digitalisierung in der Bundeswehr jetzt noch besser begegnen.”

In seiner Rede beim Aufstellungsappell sagte General Dr. Färber, dass dieses Zentrum auch andere Arbeitsformen, als sonst in den Streitkräften üblich, anwendet: “Das neue Zentrum für Softwarekompetenz der Bundeswehr ist ein deutlich sichtbares Zeichen, dass die Bundeswehr nicht nur mit der Zeit geht, sondern den Weg in die Digitalisierung selbst aktiv gestaltet – und dabei auch unkonventionelle Wege beschreitet.”

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