Drohnen hilfreich für BOS

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Drohnen (Foto) können Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) bei zahlreichen Einsatzlagen uunterstützen. Foto: BS/Steffen Voß, CC BY 2.0, flickr.com

Unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) können Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in zahlreichen Fällen unterstützen. Dies gelte unter anderem für die Suche nach Vermissten oder anderweitig polizeilich relevanten Personen, der Beschaffung und Sicherung von Beweisen sowie der Aufklärung von Tatorten und der Dokumentation von Straftaten.

Davon zeigte sich Frank Seidlitz von der Brandenburger Polizei überzeugt. Die Behörde verfüge mittlerweile über einen “Trupp Multikopter”, der sich aus UAVS und drei Beamten zusammensetze. Als weitere Einsatzfelder für Drohnen identifizierte der Polizist die temporäre Überwachung von Gebäuden, Plätzen und Orten, das Aufspüren von Anlagen zum Anbau von Betäubungsmitteln sowie die Foto- und Videodokumentation für die Vermessung von Tatorten. Die Geräte würden zudem für LKW-Abstandsmessungen auf Autobahnen verwendet. Ebenso nutzbar seien sie für Zwecke der Standortsicherheit, ergänzte Olaf Grimme von der Daimler AG. Eine solche Nutzung pilotiere sein Unternehmen gerade am Standort Immendingen.

Unterstützung bei Lagefeststellung

Auch bei Feuerwehren seien Drohnen bereits in der Anwendung, etwa bei Waldbrandeinsätzen, erläuterte Norman Barth von der Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz des Landes Brandenburg. Sie könnten den Einsatzkräften vor allem bei großflächigen Einsätzen bei der Lageerkundung und -feststellung helfen. So könnten Schadensart, -objekt und -umfang noch besser identifiziert werden, meinte der stellvertretende Leiter der Berufsfeuerwehr Cottbus, Uwe Schulze. Problematisch sei im Ernstfall aber, dass zu Einsatzbeginn oftmals kein Personal zum Fliegen der Drohne vor Ort sei, da bei den ersteintreffenden Kräften jeder bereits eine vordefinierte Aufgabe habe. Das UAV könne dann erst geflogen werden, sobald weitere Unterstützungskräfte eingetroffen seien. Dies führe jedoch zu Zeitverzug, räumte Schulze auf der diesjährigen CURPAS-Fachtagung im brandenburgischen Wildau ein.