Dauerhafte Stationierung?

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Bisher müssen Feuerwehren bei der Bekämpfung von Waldbränden aus der Luft auf Hubschrauber der Bundespolizei (Foto) oder der Bundeswehr zurückgreifen. (Foto: Bundespolizei)

Die Landesregierungen Sachsens und Brandenburgs wollen sich beim Bund dafür einsetzen, dass Bundeswehrhubschrauber künftig dauerhaft in der Region stationiert werden. Davon versprechen sich die Verantwortlichen ein effektiveres Vorgehen gegen Wald- und Vegetationsbrände. Vor allem in schwer zugänglichen Gebieten.

Sachsens Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (CDU) sagte: “Die vielen Waldbrände im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass die lokalen Wehren zunehmend Probleme beim Löschen der Feuer haben.” Insbesondere im unwegsamen oder im munitionsbelasteten Gelände seien die Einsatzkräfte am Boden bei der Brandbekämpfung auf Luftunterstützung angewiesen. Hubschrauber der Bundeswehr könnten dabei eine wichtige Hilfe sein, so der Dresdner Ressortchef.

In Sachsen gab es im vergangenen Jahr 200 Waldbrände mit einer betroffenen Fläche von 240 Hektar. In Brandenburg waren es sogar 512 auf einer Fläche von 1.674 Hektar. Der Bund beabsichtigt bereits, neue Hubschrauber für die Bundeswehr zu beschaffen. Die sächsische und brandenburgische Landesregierung bitten in diesem Zusammenhang um Prüfung der Frage, ob einer der neuen Geräte in der Region stationiert werden könnte. Ähnliches war zuletzt auch aus dem Erfurter Innenministerium zu hören.

Feuerwehren ohne eigene Löschhubschrauber

Bisher existieren in Deutschland keine ständig zur Brandlöschung verfügbaren Luftfahrzeuge. Bei Wald- und Vegetationsbränden müssen örtliche Feuerwehren deshalb Hilfeersuchen an die Bundespolizei, die Polizeien der Länder oder die Bundeswehr stellen. Deren Hubschrauber können jedoch nur im Rahmen ihrer Verfügbarkeit und ausschließlich im Wege der Amtshilfe für Löscharbeiten aus der Luft eingesetzt werden. Dies führe oftmals zu einem hohen Grad an Ungewissheit, ob die Luftfahrzeuge die Kräfte vor Ort tatsächlich unterstützen können, heißt es aus dem Thüringer Innenministerium.

Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hartmut Ziebs, hatte hier mehr Gerätschaften verlangt. Er forderte: “Die Feuerwehren in Deutschland müssen auf mindestens zehn weitere Löschhubschrauber zugreifen können, um in der diesjährigen Waldbrandsaison adäquat auf Vegetationsbrände reagieren zu können.” Im Schnitt brauche jedes Flächenbundesland einen Hubschrauber. fffffff

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