Adrian an WMO-Spitze gewählt

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DWD-Präsident Prof. Dr. Gerhard Adrian ist neuer Präsident der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Er ist der erste Deutsche in diesem Amt. (Foto: BS/Feldmann)

Der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Prof. Dr. Gerhard Adrian, steht künftig an der Spitze der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Der 62-Jährige ist der erste Deutsche in diesem Amt. Adrian wurde in Genf gewählt und setzte sich dabei gegen einen weiteren Kandidaten, den Direktor des US-amerikanischen Wetterdienstes, durch.

Er wird das Ehrenamt zunächst vier Jahre innehaben und weiterhin auch den DWD leiten. Zu seinen Aufgaben an der Spitze der Sonderorganisation der Vereinten Nationen gehören der Vorsitz über den alle vier Jahre stattfindenden WMO-Kongress, die Leitung der Exekutivratssitzungen sowie die Beaufsichtigung der Aktivitäten der Organisation und der Arbeit ihres hauptamtlichen Generalsekretärs.

Adrian sagte zu seiner Wahl: “Die WMO ist die Schaltzentrale aller internationalen meteorologischen Aktivitäten.” Sie schaffe die Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten, damit diese ihre wichtigsten Aufgaben zum Wohle ihrer Gesellschaften erbringen könnten. “Es ist deshalb unsere gemeinsame Verantwortung und mein Interesse, die WMO zu stärken”, so Adrian weiter. Seine Wahl sei aber auch eine Anerkennung des weltweiten deutschen Engagements beim Schutz vor Wettergefahren und der Anpassung an den Klimawandel.

Die WMO hat ihren Sitz in Genf und ist die Nachfolgeorganisation der 1873 gegründeten “International Meteorological Organization”. Seit 1951 ist die WMO eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Bereiche Meteorologie, Hydrologie und Klimatologie.

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