Führungswechsel beim Deutschen Städtetag

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Novum beim Deutschen Städtetag: Erstmalig stellt eine ostdeutsche Stadt den Städtetagpräsidenten, welcher Burkhard Jung (SPD) heißt, der bereits in zweiter Amtszeit Leipziger Oberbürgermeister ist. (Foto: Burkhard Jung)

Mit dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) gewinnt der Deutsche Städtetag erstmals einen Städtetagpräsidenten aus einer ostdeutschen Stadt. Auf der Hauptversammlung Anfang Juni in Dortmund wählten die Delegierten den studierten Pädagogen für zwei Jahre in das Ehrenamt, der seinem Vorgänger, dem Münsteraner OB Markus Lewe, nachfolgt.

Jung, der in den Reihen des Städtetages kein Unbekannter ist, engagiert sich schon seit Jahren im größten kommunalen Spitzenverband, welcher 3.400 Städte und Gemeinden mit rund 52 Millionen Einwohnern vertritt. Bereits seit 2007 ist Jung Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages, wo er bis zum Vizepräsidenten aufsteigen konnte, dessen Amt er seit 2008 ausgeführt hat.

Der Leipziger OB, der ursprünglich aus dem Kreis Siegen stammt, führt bereits seit 2006 die Amtsgeschäfte in der sächsischen Stadt, wo er seine kommunale Laufbahn 2001 begann. Jung, der Germanistik und evangelische Theologie auf Lehramt an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster studiert hatte, setzte sich zunächst als Leipziger Beigeordneter vor allem für die Belange der Jugend ein, und war darüber hinaus in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Schule kommunalpolitisch aktiv.

Jung möchte in seiner Amtszeit an der Spitze des Städtetages die Themen Mobilität, Wohnen und Digitalisierung vorantreiben: “Um den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, brauchen die Städte in den kommenden Jahren deutlich mehr Unterstützung von Bund und Ländern. Da geht es nicht nur darum, Fahrverbote zu verhindern, sondern auch im Verkehr viel stärker umzusteuern. Wir reden hier deutschlandweit über – grob geschätzt – zweistellige Milliardenbeträge im kommenden Jahrzehnt. Jede Stadt wird scheitern, wenn Bund und Länder sie nicht unterstützen.”

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